Mourinhos wm-urteil: „ich schalte ab“ – was real madrids coach wirklich denkt
José Mourinho hat in der Gruppenphase der WM 2026 wenig begeistert – und das ist eine Ansage. Der neue Trainer von Real Madrid äußerte sich in einem Interview mit dem Podcast „Beast Mode On“ des ehemaligen Profis Adebayo Akinfenwa offen kritisch über die bisherigen Leistungen einiger Teams. Ein 7:1? Für Mourinho ein klarer Hinweis auf ein Problem.
Die enttäuschung des portugiesischen spezialisten
„Ich muss ehrlich sein und sagen, dass ich bei einigen Spielen nach zehn Minuten ausgeschaltet habe“, gestand der Portugiese. Seine Kritik richtet sich vor allem an die klaren Leistungsunterschiede, die in der Vorrunde zu beobachten waren. Mourinho, der selbst hohe Ansprüche an eine Weltmeisterschaft stellt, erwartet auf diesem Niveau eine sportliche Höchstleistung. Ein solches Ergebnis wie das 7:1, das Deutschland gegen Curaçao feierte, sei für ihn nicht akzeptabel. „Ich weiß, dass sie für jedes Land viel bedeutet. Die Welt atmet Fußball. Aber die soziale Seite ist nur ein Teil davon. Die andere ist der pure sportliche Teil.“
Das deutsche Team startete zwar mit einem beeindruckenden Sieg ins Turnier, erinnerte viele Fans aber auch an das historische 7:1 gegen Brasilien im WM-Halbfinale 2014. Doch die anschließenden Ergebnisse – ein knappes 2:1 gegen die Elfenbeinküste und eine 1:2-Niederlage gegen Ecuador – zeigten, dass die deutsche Mannschaft nicht immer konstant spielte. Mourinho sieht darin ein Zeichen dafür, dass die Gruppenphase sportlich noch Luft nach oben hat.

Blick nach vorn: die k.o.-runde als richtschnur
Obwohl er die Gruppenphase kritisch sieht, hat „The Special One“ das Turnier noch lange nicht abgeschrieben. Er erwartet, dass sich das Niveau ab der K.o.-Runde deutlich erhöht. „Anfangen, richtig zu schauen, werde ich in der K.o.-Runde“, so Mourinho. Brasilien gegen Marokko sei zwar ein gutes Spiel gewesen, aber ansonsten habe er die Zeit mit „schönen Abendessen und gutem Schlaf“ verbracht. Bis tief in die Nacht blieb er bisher nicht wach – das werde sich aber in der nächsten Phase ändern.
Für Mourinho ist die WM dennoch wichtig, denn er beobachtet zahlreiche Spieler, die er künftig bei Real Madrid trainieren wird. Der Portugiese kehrte erst vor zwei Wochen zu den Königlichen zurück und unterzeichnete einen Vertrag bis 2029. Nach seiner zweiten Amtszeit in Madrid wird Mourinho nun genau hinschauen, welche Talente er für sein neues Team gewinnen kann. Die WM dient ihm als Scouting-Grundlage, auch wenn er die bisherige Qualität der Spiele nicht uneingeschränkt schätzt. Die kommenden K.o.-Spiele versprechen Spannung und werden zeigen, ob Mourinhos Erwartungen an das Turnier erfüllt werden.