Mourinho-abgang: benfica sichert sich marco silva als nachfolger?

Lisboa bangt – trotz der offiziellen Beteuerungen von Benfica-Boss Rui Costa, dass José Mourinho weiterhin der Trainer ist, laufen hinter den Kulissen bereits die Vorbereitungen auf dessen Abgang zum Real Madrid. Und der Favorit auf die Nachfolge hat einen Namen: Marco Silva.

Silva kehrt ins rampenlicht zurück

Silva kehrt ins rampenlicht zurück

A Bola, eine angesehene portugiesische Sportzeitung, berichtet, dass der Verein bereits Sondierungsgespräche mit dem ehemaligen Sporting-Trainer aufgenommen hat. Silva, der aktuell noch einen Vertrag beim FC Fulham besitzt, der im Juni ausläuft, steht wohl ganz oben auf Benficas Wunschliste. Die Verhandlungen könnten schneller vorangehen, als viele erwarten.

Die Entscheidung könnte sich aus mehreren Gründen beschleunigen. Zunächst einmal steht fest, dass Mourinho, sollte er tatsächlich nach Madrid wechseln, eine große Lücke in Benfica hinterlassen würde. Die Suche nach einem adäquaten Nachfolger ist somit von höchster Priorität. Silva, der bereits Erfahrung in Portugal hat, scheint die ideale Lösung zu sein, um den Verein wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

Ein Blick zurück: Silva verließ den FC Fulham nach fast drei Jahren, in denen er das Team in die Premier League zurückführte und dort stabilisierte. Es waren rund 230 Spiele, in denen er sein Können unter Beweis stellte. Seine Ambitionen reichten jedoch über das bloße Klassenerhalten hinaus – er strebte nach europäischem Fußball. Dieses Ziel verfehlte er letztendlich, was zu seinem Abschied geführt haben könnte. Seine Worte vor dem letzten Saisonspiel, in denen er von „längeren Gesprächen mit der Vereinsführung“ sprach und betonte, dass die „beste Entscheidung für Fulham“ getroffen werden würde, klangen wie ein Abschied.

Die Tatsache, dass Silva bereits in der Vergangenheit bei Alvalade unter Vertrag stand, sollte kein Hindernis darstellen. „Stillstehen ist in dieser Liga keine Option“, so Silva. „Man wird sonst irgendwann eine unangenehme Überraschung erleben.“ Ein Satz, der mehr als deutlich macht, dass er offen für eine neue Herausforderung ist – und Benfica eine verlockende Option darstellt. Die Verpflichtung eines Trainers mit seiner Erfahrung und seinem Ehrgeiz könnte genau das sein, was Benfica jetzt benötigt, um die Lücke nach Mourinho zu schließen und die Dominanz im portugiesischen Fußball zurückzugewinnen.