Mourinho: real-comeback unwahrscheinlich – „niemand hat kontakt aufgenommen“
Madrid – Die Gerüchteküche brodelte, doch José Mourinho hat die Spekulationen um eine mögliche Rückkehr zu Real Madrid mit einem klaren Dementi zum Erliegen gebracht. „Niemand von Real Madrid hat mit mir gesprochen. Das garantiere ich“, erklärte der portugiesische Coach gegenüber aufmerksamen Reportern. Damit beendet der 63-Jährige die Hoffnungen der Königlichen-Fans, die in ihm eine mögliche Lösung für die Trainerfrage sehen könnten.

Arbeloa-nachfolge: mourinho kein kandidat
Zuvor hatte der Sport-Informations-Dienst (SID) unter Berufung auf The Athletic berichtet, dass Mourinho als Wunschkandidat von Real-Präsident Florentino Pérez gehandelt wurde, um die Nachfolge von Álvaro Arbeloa zu übernehmen, dessen Abgang wohl bevorsteht. Diese Meldung sorgte für Aufsehen, wurde aber nun von Mourinho selbst widerlegt. Er betonte, dass er seit vielen Jahren im Fußballgeschäft tätig sei und solche Gerüchte gewohnt sei, „aber es gibt nichts von Real.“
Ein Vertrag, der bindet: Mourinho befindet sich aktuell noch im Dienst von Benfica Lissabon, wo er einen Vertrag besitzt, der eine Ausstiegsklausel von rund drei Millionen Euro vorsieht. „Ich habe noch ein Jahr Vertrag bei Benfica“, so der Coach, was die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Verpflichtung durch Real weiter reduziert. Die Rückkehr von „The Special One“ nach Madrid wäre zweifellos ein spektakuläres Ereignis gewesen, hätte er jedoch einen radikalen Wandel in der aktuellen sportlichen Ausrichtung des Vereins bedeutet.
Seine erste Amtszeit an der Bernabéu-Straße, von 2010 bis 2013, war von Höhen und Tiefen geprägt. In 178 Spielen führte er das Team zu einem Meistertitel und dem Gewinn des spanischen Pokals. Doch die Erwartungen an ihn waren stets enorm, und der Druck, die Champions League zu gewinnen, erwies sich als zu groß. Ob die erneute Anwerbung Mourinhos die Königlichen nun wieder zu alten Erfolgen führen könnte, bleibt somit eine Frage für die Zukunft. Die Konzentration liegt aktuell klar auf Lissabon und dem Abschluss seiner aktuellen Aufgabe.
