Mourinho holt seinen „ziehvater“-schützling zurück: khedira wird real-trainer

Thirteen Jahre nach seinem letzten Triumph in Madrid beginnt José Mourinho den zweiten Akt. Der Portugiese, mittlerweile 63, kehrt zu Real Madrid zurück – und er baut sein Team nicht alleine auf. An seiner Seite soll ein deutscher Weltmeister stehen, der seine Karriere einst unter Mourinho bestritt: Sami Khedira.

Die spanische Sportzeitung „AS“ berichtet, Khedira gehöre bereits zum neuen Trainerteam. Eine offizielle Bestätigung des Vereins steht aus. Doch die Indizien verdichten sich seit Mitte Juni, als erste Gespräche bekannt wurden. Damals soll der 39-Jährige noch über das Angebot gegrübelt haben. Jetzt scheint die Entscheidung gefallen.

Von der mittelfeld-engine zur verbindungsfigur

Welche genaue Rolle Khedira übernimmt, bleibt offen. „The Athletic“ spekuliert: Er soll als Bindeglied fungieren zwischen Spielern, Trainerstab und Vereinsführung. Eine Position, die Vertrauen erfordert – und Mourinho hat dieses Vertrauen bereits einmal in ihn gesetzt.

2010 holte der damalige Real-Coach den 23-jährigen Khedira vom VfB Stuttgart nach Madrid. Aus dem talentierten Rauhbein wurde unter Mourinhos Hand eine zentrale Kraft. Gemeinsam feierten sie 2012 die spanische Meisterschaft. Fünf Jahre lang trug Khedira das Weiß der Königlichen.

Nach seinem Karriereende 2021 blieb der Weltmeister von 2014 dem Fußball treu – als Berater in Stuttgart, als TV-Experte, immer mit dem Trainerschein in der Tasche. Doch eine echte Trainerstation blieb aus. Bis jetzt.

„Ziehvater des fußballs“

„Ziehvater des fußballs“

Die emotionale Dimension dieser Rückkehr unterschlägt niemand. Im vergangenen Jahr nannte Khedira Mourinho gegenüber der „WELT“ seinen „Ziehvater des Fußballs“. Nun arbeitet der Schützling wieder unter dem Mentor – nur diesmal nicht im Dress, sondern im Trainingsanzug.

Mourinho verstärkt sein Team insgesamt mit sieben neuen Trainern. Die Mission: Real Madrid nach einer enttäuschenden Saison zurück auf Titelkurs bringen. Für Khedira beginnt in Madrid ein neues Kapitel. Der Kreis schließt sich – und diesmal schreibt er die Geschichte von der Seitenlinie.