Motta: der 21-jährige hält lazio im coppa italia-finale!

Rom – Ein Name steht im Moment im italienischen Fußball ganz oben auf der Liste der überraschenden Helden: Edoardo Motta. Der junge Torwart der SS Lazio rettete sein Team in der Coppa Italia gegen Atalanta Bergamo mit vier Paraden vom Elfmeterpunkt in die nächste Runde und katapultierte sie damit ins Finale. Ein Auftritt, der ihn über Nacht zum Gesprächsthema gemacht hat.

Von der jugendabteilung der juve zum lazio-helden

Von der jugendabteilung der juve zum lazio-helden

Nur wenige wussten vor dieser Nacht, wer Edoardo Motta überhaupt ist. Der 21-Jährige, der im Januar Geburtstag hatte, spielte zuvor in der Serie B für Reggiana und kam erst im Januar für eine Ablösesumme von einer Million Euro zur Lazio, um Ivan Provedel zu unterstützen. Seine Bilanz liest sich bisher bescheiden: 22 Einsätze in der Serie B und lediglich sechs in der Liga für Lazio. Doch in dieser einen Nacht bewies er, dass man ihn nicht unterschätzen sollte.

Wie so oft im Fußball kommt die Chance oft unerwartet. Als Provedel kurz vor Spielbeginn ausfiel, wurde Motta ins Tor beordert. Unter dem grellen Scheinwerferlicht sortierte er sich, suchte nach seiner besten Seite und bereitete sich mental vor. Und dann begann die Show: Vier Elfmeter parierte er von fünf Schüssen – eine Leistung, die seinesgleichen sucht. Die Lazio-Fans feierten ihren jungen Torwart wie einen Gott.

Die Frage, die sich nun stellt: Ist Motta der neue Buffon? Oder wird er den Weg eines Gianluigi Donnarumma einschlagen? Vielleicht wird er auch wie Alessandro Pacchiarotti in der Versenkung verschwinden, oder findet er, wie etwa Johann Scuffet, seinen Platz als solider, wenn auch nicht herausragender Torwart? Die Zukunft wird es zeigen, aber eines ist klar: Edoardo Motta hat sich mit diesem Auftritt in die Herzen der Lazio-Fans gespielt und bewiesen, dass er zu mehr bereit ist.

Die Paraden von Motta sind ein Beispiel dafür, dass im Fußball oft die unerwarteten Helden den Unterschied machen können. Er bewies, dass Talent, Selbstvertrauen und eine gewisse Unbekümmertheit manchmal wichtiger sind als die Last der Verantwortung. Die Geschichte von Edoardo Motta ist noch lange nicht zu Ende geschrieben. Er hat gerade erst begonnen.