Motogp-auftakt in buriram: acosta siegt, márquez muss sich beugen

Ein saisonstart mit bitterem beigeschmack für márquez

Was für ein Auftakt in die neue MotoGP-Saison 2026! Im thailändischen Buriram hätte es kaum dramatischer beginnen können. Marc Márquez, der amtierende Weltmeister und Jäger seines insgesamt zehnten WM-Titels, musste im Sprint des Eröffnungswochenendes eine bittere Pille schlucken. Nicht die Geschwindigkeit hat ihn gebremst – sondern eine Strafe der Rennleitung. Als Sportjournalistin sage ich: Solche Momente sind es, die den Motorsport so unberechenbar und fesselnd machen.

Die entscheidende szene: kontakt in der vorletzten runde

Es lief alles nach Plan für den Ducati-Piloten. Kurz nach dem Start hatte sich der 33-jährige Spanier bereits an die Spitze gesetzt und lieferte sich packende Duelle mit seinem Landsmann Pedro Acosta auf der KTM. Mehrere Führungswechsel – das Publikum war begeistert. Doch dann, in der vorletzten Runde, kam der verhängnisvolle Moment: Ein Kontakt mit Acosta nach einer erneuten Attacke des Rivalen brachte die Rennleitung auf den Plan. Die Strafe folgte prompt.

Acosta triumphiert – fernández komplettiert das podium

So musste Márquez in der Schlussrunde schweren Herzens Pedro Acostazum Sieg überholen lassen. Ein Triumph für den jungen KTM-Piloten, der damit gleich beim Saisonauftakt ein mächtiges Ausrufezeichen setzt. Rang drei sicherte sich Raùl Fernández auf der Aprilia – ein solides Ergebnis für den Spanier. Das Podium war damit fest in spanischer Hand, was die aktuelle Dominanz der iberischen Fahrer in der Königsklasse eindrucksvoll unterstreicht.

PlatzFahrerMotorrad
1Pedro AcostaKTM
2Marc MárquezDucati
3Raùl FernándezAprilia

Bezzecchi und razgatlioglu: zwei bittere ausfälle

Und dann war da noch das Drama um Marco Bezzecchi. Der Italiener war als hochgehandelter Polesetter in den Sprint gegangen – die Erwartungen waren riesig. Doch bereits in Runde zwei war alles vorbei: Ein Sturz in Kurve acht beendete seinen Auftritt auf der Aprilia jäh. Ähnlich schmerzhaft verlief das Rennen für Toprak Razgatlioglu, den ersten türkischen Fahrer in der MotoGP-Geschichte und dreimaligen Superbike-Weltmeister – auch er schied aus, als seine Yamaha im Kies landete.

Márquez' schwierige saisonvorbereitung als hintergrund

Man darf bei all dem nicht vergessen: Die Vorbereitung auf diese Saison war für Marc Márquez alles andere als ideal. Nach einer Schulteroperation hatte der siebenmalige MotoGP-Champion eine mehrmonatige Rehabilitation absolvieren müssen. Dass er trotzdem sofort vorne mitmischt, zeigt einmal mehr, welch außergewöhnlicher Athlet dieser Mann ist. Die Strafe schmerzt – aber das Tempo stimmt. Und das sollte allen Konkurrenten zu denken geben.

  • Schulteroperation und monatelange Reha vor der Saison
  • Trotzdem sofort an der Spitze in Buriram
  • Strafe wegen Kontakt in der vorletzten Runde
  • Platz zwei im Sprint als Ergebnis

Keine deutschen fahrer in der königsklasse

Ein Wermutstropfen für die deutschen Motorsportfans: Auch in der neuen Saison ist kein deutscher Fahrer in der MotoGP-Königsklasse vertreten. Das bleibt ein Thema, das die heimische Szene beschäftigt. Immerhin gibt es mit dem Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal am 12. Juli einen Pflichttermin für alle Fans – ein Rennen, das traditionell für Gänsehaut sorgt.

Blick nach vorne: 21 weitere wm-läufe warten

Nach dem Auftaktwochenende in Buriram ist die Saison noch lang. 21 weitere WM-Läufe stehen auf dem Programm, bevor am 22. November im spanischen Valencia das Saisonfinale steigt. Das Hauptrennen in Thailand findet bereits am Sonntag um 9.00 Uhr statt – und Márquez wird alles daran setzen, die Niederlage aus dem Sprint zu korrigieren. Ich bin gespannt, ob Acosta diesen Schwung mitnehmen kann. Diese Saison verspricht, außergewöhnlich zu werden!