Motogp trauert: mechaniker-star lunadei stirbt bei horror-crash auf der marecchiese
Die MotoGP-Welt ist aus den Fugen. Roberto Lunadei, der Mann, der 2020 mit Enea Bastianini den Moto2-Titel holte, ist tot. Am 13. März raste seine KTM auf der Marecchiese bei Rimini frontal in einen Ford Focus – Feuer, keine Chance. Der 42-Jährige starb noch an der Unfallstelle, nur wenige Tage vor dem Saisonstart in Brasilien.
Von der rennstrecke in den boxengang – und zurück
Lunadei war kein Nebenbei-Mechaniker. Er war das, was in der MotoGP-Sprache einen „Lebensretter“ nennt: jemand, der das Bike so verbiegt, dass der Fahrer es vergessen kann. Nach eigenen Jahren auf der Streck – Stock 600, Supersport, Coppa Italia – wechselte er ins Fahrerlager. Erst 44 Racing Team, dann Italtrans. Dort baute er 2020 Bastianinis Speed-Maschine, die mit 25 Punkten Vorsprung die Krone holte. In dieser Saison war er bei Liqui Moly Dynavolt Intact GP für Senna Agius zuständig, hatte gerade die Setup-Maps für São Paulo fertig.
Die Trauer im Fahrerlager ist laut. Italtrans schrieb auf Instagram: „Worte fehlen. Ciao Luna, wir vergessen dich nie.“ Auch FMI-Präsident Giovanni Copioli ordnete eine Gedenkminute an. Für viele Mechaniker ist der Vorfall mehr als ein Unfall – er ist ein Schockbild ihrer eigenen Verletzlichkeit. Wer 300 Tage im Jahr im Transporter lebt, weiß: Die Straße zwischen Hotel und Boxengang ist oft gefährlicher als die Rennlinie.

Ein tod, der fragen aufwirft
Die Marecchiese ist eine Landstraße mit 90 km/h-Limit, aber keiner Trennung der Richtungsfahrspuren. Lunadei war erfahren, hatte Unzählige Nächte auf italienischen Landstraßen hinter sich. Warum kreuzte der Focus genau in dem Moment die Fahrbahn? Die Polizia Stradale hat die Unfallaufnahme übernommen, erste Gutachten liegen noch nicht vor. Die KTM soll laut Zeugen bei gutem Wetter und trockener Fahrbahn unterwegs gewesen sein.
Für die Teams bleibt nur die Mechanik der Trauer: Arbeitspläne umstellen, Ersatzpersonal einfliegen, den Start in Brasilien nicht gefährden. Doch im Box von Liqui Moly steht ein leerer Platz. Kein Laptop, kein Drehmomentschlüssel, kein Lachen. Lunadei hinterlässt eine Lücke, die sich nicht mit Ersatzteilen füllen lässt.
