Moody schmeißt higgins raus – yushan flippt aus

Stan Moody lässt die Halle in Yushan kochen. Der 19-Jährige schickt John Higgins mit 5:4 nach Hause, und der Decider klingt wie ein Knall: 67 Break, Tisch auf Null, Karriere-Statement. Die Schlagzeile ist geschrieben: Snooker hat einen neuen Rebellen.

Der teenager, der keine angst kennt

Moody startet, als hätte er nur eine Runde Training vor sich. 84, 75 – zwei Frames weg, zwei Breaks, kein Wackeln. Higgins kommt, stemmt sich, dreht auf 4:4 – inklusive 135er-Century, das ihm selbst die chinesischen Kommentatoren auf die Beine bringt. Doch im Neunten Frame bleibt die Kugel kalt: Moody punktet, Higgins verlässt mit leeren Händen den Tisch. „Ich habe nur gespielt, was vor mir liegt“, sagt der Youngster, während seine Crew im Gang schon die TikTok-Clips schneidet.

Die Folge: Twitter-Trends platzen, Eurosport läuft mit 40 % höherer Einschaltquote, und Ryan Day muss sich fragen, ob er gegen jemanden antritt oder gegen einen Tsunami.

Trump und wilson liefern die kontrastfolie

Trump und wilson liefern die kontrastfolie

Während Moody für das große Kino sorgt, knöpfen Judd Trump und Kyren Wilson ihre Gegner ab wie Routineposten. Trump baut gegen Florian Nüßle mit 116 und 101 zwei Centuries ein, gewinnt 5:1 – und wirkt danach so gelangweilt, als hätte er nur sein Frühstück bestellt. Wilson siegt 5:2 gegen Lyu Haotian, schaltet nach dem Match sofort auf Autopilot, weil „noch acht Tische laufen“. Beide treffen nun auf Jackson Page respektive Allan Taylor – keine Schlagzeile, aber solide Handwerksarbeit.

O’sullivan spart sich die schuhe

O’sullivan spart sich die schuhe

Ronnie O’Sullivan kommt ohne Queue-Einsatz weiter. Ishpreet Singh Chadha zieht sich zurück – für die Statistik heißt das: Walkover, 5:0, nächster Gegner Matthew Selt. Die Fans buhen nicht, sie wissen: O’Sullivan wird spätestens im Achtelfinale wieder das Kino füllen, egal ob er spielt oder nur Kaugummi kaut.

Am Nachmittag rollt die nächste Welle: Selby, Hawkins, Zhao Xintong – alles Namen, die keinen Teenager-Plot brauchen, sondern einfach gewinnen wollen. Für Moody heißt das: eine Stunde Pause, dann zurück an den Tisch. Die Arena summt, die Kameras sind scharf. Yushan ist bereit – und die Snooker-Welt auch.