Montreal: sprint-debüt und umfassender umbau – motorsport-fest für 400.000 fans!
Die Red Bull Racing Saison hält an und die Formel 1 rollt weiter! Montreal präsentiert sich in neuer Pracht: Der Gilles-Villeneuve-Kurs wurde komplett modernisiert, und dieses Wochenende steht das lang erwartete Sprint-Debüt an. Ein Ereignis, das weit mehr als nur ein Rennen verspricht.
Herausforderungen im winter und ein wettlauf gegen die zeit
Die Vorbereitungen waren alles andere als einfach. Nach einem extrem langen Winter, der sich bis März hinzog und die Bauarbeiten erheblich verzögerte, mussten die Organisatoren einen regelrechten Wettlauf gegen die Zeit starten. Fiamma, Eis und Schnee – die Arbeiter mussten sogar nachts mit Fackeln das Eis im olympischen Becken schmelzen, um die Bauarbeiten fortsetzen zu können. Ein Szenario, das eher an eine arktische Survival-Show erinnerte als an die Vorbereitung auf ein Formel-1-Rennen.

Neues ambiente, neue erwartungen
Doch die Mühen haben sich gelohnt. Der Circuit Gilles Villeneuve präsentiert sich nun in einem komplett neuen Gewand. Nicht nur die Infrastruktur wurde verbessert, sondern auch das gesamte Fan-Erlebnis. Inspiriert von Las Vegas und Miami, versucht Montreal, die Customer Experience zu heben, ohne dabei den einzigartigen Charakter des Quebec zu verlieren. Eine ambitionierte Aufgabe, die aber offenbar gelingen wird.
Super saturday und neue attraktionen
Das Highlight des Wochenendes ist zweifellos der Sprint, der erstmals seit langer Zeit in Montreal stattfindet. Doch es gibt noch mehr: Die Formel 2 und die F1 Academy wurden kurzfristig in den Zeitplan aufgenommen und sorgen für zusätzlichen Reiz. Jean-Philippe Paradis, einer der Organisatoren, bezeichnet den Samstag als einen „Super Saturday“, der durch die Kombination aus Qualifying und Sprintrennen ein elektrisierendes Erlebnis bietet. Ein Gefühl, das auch bei den Fans Anklang findet.

Mehr als nur ein rennen: ein fest für kanada
Die Tickets sind ausverkauft, mit weniger als einem Prozent Restbestand. Ein ungewöhnlich starkes kanadisches Nationalgefühl treibt die Verkaufszahlen an, möglicherweise verstärkt durch die Rivalität mit den Vereinigten Staaten. Trotz der zeitgleichen Austragung der 500 Meilen von Indianapolis, der NHL-Playoffs und der Fußball-Weltmeisterschaft zeigt das Publikum eine Begeisterung, die beweist, dass der Grand Prix von Kanada weit mehr ist als nur eine Rennveranstaltung – er ist ein nationales Kulturgut. Und die Organisatoren haben ehrgeizige Pläne: In den nächsten drei Jahren wollen sie die Marke von 450.000 Zuschauern knacken.
Neben dem Motorsport bietet das Event auch ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm: Ein eigens errichtetes Konzertgelände im See wird von Künstlern wie Simple Plan und Bryan Adams bespielt. Und auch die Hospitality-Bereiche wurden aufgewertet, um der wachsenden Nachfrage nach Premium-Angeboten gerecht zu werden. Die Elite Suite ist nun ein klimatisiertes Gebäude mit zwei Etagen.
