Montero zündet abwehr-funken: valencia packt milan und segelt ins top-4-ticket
Ein einziger Mann schaltet um, und plötzlich ist das Spiel gedreht. Jean Montero legte sich die Defense der Taronjas wie einen Zündschlüssel um, riss ein 14-Punkte-Loch zu und schoss Valencia Basket mit 102:96 an Armani Milan vorbei direkt ins Viertelfinale der EuroLeague.
Monteros moment: 25 punkte und die parade, die alles veränderte
Bei 61:75 in der 25. Minute war das Roig Arena schon halb im Koma. Shields traf alles, Nebo walzte durch die Zone, und Pedro Martínez sah aus, als würde er nach dem Timeout gleich selbst einsteigen. Dann griff Montero an die eigene Fangemeinde, deutete die Verteidigung an – und Valencia begann zu beißen. Binnen vier Minuten war der Vorsprung auf drei Punkte zusammengeschmolzen, Milan fand keinen Rhythmus mehr, und die 12.297 Zuschauer verwandelten sich in einen einzigen Trommelschlag.
Die Zahlen sprechen Bände: Nach dem 78:81 vor dem letzten Viertel kassierten die Italiener nur noch 15 Punkte, verloren 9 Ballbesitze und trafen nur 3 ihrer letzten 12 Würfe. Valencia wiederum erzwang 5 Steals, holte 7 Offensiv-Rebounds und verwandelte 8 der letzten 9 Freiwürfe. Matt Costellos Dreier zur 82:81-Führung war kein Glückstreffer, sondern die logische Folge einer Abwehr, die endlich ihre Zähne zeigte.

Ein budget-team im top 4 – das könnte die geschichte der saison sein
Kein Basketball-Experte hatte Valencia auf der Rechnung. Mit einem Etat aus der Mittelfeldriege starteten die Taronjas als Außenseiter, doch jetzt stehen sie auf Platz zwei – vor Real Madrid, vor Barcelona. Die Niederlage der Katalanen in Berlin und die Pleite des Rekordchampions gegen Maccabi machten die Sensation perfekt: Valencia kann sogar noch Heimvorteil im Viertelfinale erreichen.
Für Armani Milan ist die Saure erst einmal vorbei. Die Italiener verpassten das Play-In-Turnier, weil Dubai gleichzeitig in Kaunas gewann und die Direktkarte kassierte. Ein Wechselbad, an dem vor allem Shields' disqualifizierendes Foul in der 38. Minute nagte – der Topscorer muste mit 14 Punkten unter die Dusche, als sein Team gerade zurückkam.
Valencia feierte danach, als gäbe es kein Morgen. Die Spieler tanzten mit den Fans, Montero wurde auf die Schultern genommen, und Pedro Martínez atmete tief durch. „Wir haben bewiesen, dass Herz und Verteidigung keine Millionenkosten verursachen“, sagte er später. Die EuroLeiga hat ein neues Gesicht – und es trägt Taronja.
