Mir blickt nach vorn: gresini-deal als neuanfang in der motogp?

Sachsenring – Ein Lächeln, das mehr als nur Zufriedenheit ausdrückt: Joan Mir präsentierte sich vor dem Deutschland-Grand-Prix der MotoGP sichtlich befreit, nicht zuletzt, weil der Wechsel zu Gresini Ducati im Jahr 2027 offiziell feststeht. Der zweimalige Weltmeister scheint bereit für einen Neustart, ein Vorhaben, das er sich mit Marc und Álex Márquez teilt – beiden gelang in der Vergangenheit eine beeindruckende Wiederbelebung ihrer Karriere.

Hunger nach mehr: mirs motivation für den gresini-transfer

“Natürlich bin ich glücklich. Ich denke, es ist ein guter Schritt für beide Seiten”, erklärte Mir. “Ich wollte einen Neuanfang, etwas, das Gresini ebenfalls gesucht hat. Ein Team, das für Konstanz und Entwicklung steht – da möchte ich hin.” Nach vier Jahren bei Honda, die zwar einige Podestplätze brachten, doch seinen hohen Ansprüchen nicht gerecht wurden, schätzt Mir die Chance enorm. “Ich habe viel Hunger, und ich will mehr. Diese Möglichkeit zu bekommen, ist etwas, wofür ich sehr dankbar bin.”

Er sieht in den Márquez-Brüdern ein Vorbild, die den Weg zu einem Satellitenteam als Sprungbrett nutzten. “Sie sind ein Beispiel dafür, was ich erreichen möchte. Man gibt Dinge auf, wenn man zu einem Satellitenteam geht, aber man sucht auch nach neuen Möglichkeiten. Es war der richtige Zeitpunkt.”

Die option honda: mirs kampfgeist

Die option honda: mirs kampfgeist

Die Möglichkeit, bei Honda zu bleiben, war offenbar näher als viele denken. “Es gab diese Möglichkeit, meine, aber ich habe in den letzten Jahren so hart gearbeitet, weil ich diesen Hunger spüre. Der Wechsel zu Gresini ist eine Chance, mich zu beweisen. Es ist ein Risiko, natürlich, aber ich bin bereit, es einzugehen.” Mir betont seine Verpflichtung gegenüber Honda und will den aktuellen Jahr noch optimal nutzen, um bestmöglich in die Zukunft zu gehen. “Es muss alles kontrolliert werden, aber ich will gut vorbereitet sein.”

Doch was treibt den Spanier wirklich an? “Ich hatte jetzt keine Notwendigkeit, das zu tun, aber ich fühle es einfach. Ich möchte wieder Spaß am Fahren haben, wieder konkurrenzfähig sein und wieder ich selbst sein. Die Leute haben ein kurzes Gedächtnis, und das ist vielleicht auch eine Möglichkeit, es richtig zu machen und in Erinnerung zu bleiben.”

Kampf statt titel: mirs realistische ziele

Kampf statt titel: mirs realistische ziele

Über den Traum vom Weltmeistertitel möchte Mir im Moment nicht sprechen. “Ich weiß nicht, ob ich Weltmeister werden kann, aber ich will zumindest kämpfen. Ja, kämpfen, unbedingt.” Mit Gresini Ducati könnte er die Chance haben, sein Potenzial voll auszuschöpfen und wieder zu den Top-Performern der MotoGP zu gehören. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich die Geschichte von Joan Mir in der kommenden Saison entwickelt.