Milinković-savić: allegri blockiert transfer – spalletti träumt davon!
Turin – Ein Poker um den serbischen Schlussmann Vanja Milinković-Savić entbrennt zwischen Juventus Turin und SSC Neapel. Während Juventus-Trainer Massimiliano Allegri offenbar wenig Interesse an einer Verpflichtung hat, steht der Torwart ganz oben auf der Wunschliste seines designierten Nachfolgers Luciano Spalletti. Die Gründe für diese unterschiedlichen Einschätzungen sind so brisant wie aufschlussreich.
Allegri: die alten tugenden zählen
Die Geschichte beginnt mit einem simplen Blick in die Statistiken. Allegri, bekannt für seinen pragmatischen Ansatz, soll bei der Durchsicht der Daten aufgestoßen sein – auf den Umstand, dass ein Torwart mehr Ballkontakte hatte als jeder andere Spieler, inklusive der zentralen Mittelfeldakteure. Ein Augenblick der Erkenntnis, der ihn zu der Frage führte: „Sind wir wirklich so?“ Die Idee einer Spielaufbau aus der Abwehr, die im modernen Fußball immer wichtiger wird, zerbrach in diesem Moment an Allegris unerschütterlicher Loyalität zu bewährten Prinzipien. Er bevorzugt Torhüter, die ihre Stärken im klassischen Bereich haben – sichere Fänge, präzise Abschläge. Milinković-Savić, der zweifellos spielstark ist, passt in dieses Schema nicht.

Spalletti: der ball ist rund – und muss zirkuliert werden
Luciano Spalletti hingegen schätzt Torhüter, die aktiv am Spielaufbau beteiligt sind und das Spiel durch präzise Zuspiele ankurbeln können. Er sieht im Torwart nicht nur einen letzten Verteidiger, sondern auch einen zusätzlichen Anspielpunkt im Aufbau. Der serbische Keeper könnte genau dieser Spieler werden, der Spallettis Vorstellungen vom schnellen, dominanten Ballbesitzfußball entspricht. Gerade jetzt, wo Juventus an der Position des Torwarts noch Fragen offen hat, gewinnt Milinković-Savić für Spalletti eine neue Bedeutung.
Die finanzielle Seite des Deals gestaltet sich jedoch kompliziert. Napoli wartet auf Angebote für Milinković-Savić, der im Sommer 2024 für 21 Millionen Euro gekommen ist, und will ihn nicht unter Wert abgeben. Juventus könnte sich die Chance ergreifen, den Spieler zu verpflichten, während Napoli gleichzeitig nach Alternativen wie dem jungen Kovar vom PSV Eindhoven Ausschau hält. Giovanni Manna, der Sportdirektor von Napoli, scheint sich in einer strategischen Zwickmühle wiederzufinden.
Die gegenseitige Wertschätzung zwischen Allegri und Spalletti ist dabei bemerkenswert. Beide Trainer schätzen die fachliche Expertise des jeweils anderen, auch wenn ihre Fußballphilosophien stark divergieren. Allegri lobt Spalletti als „den Besten“, während Spalletti dessen pragmatische und strategische Herangehensweise bewundert. Diese freundschaftliche Rivalität spiegelt sich auch in der Bewertung der Torwartposition wider.
Die Entscheidung, ob Milinković-Savić am Ende in Turin oder Neapel landet, wird wohl von den finanziellen Rahmenbedingungen und den strategischen Überlegungen beider Vereine abhängen. Doch eines ist sicher: Der Transferpoker um den serbischen Torwart wird die Schlagzeilen der italienischen Sportmedien noch lange beschäftigen.
