Milan-angriff: torflaute der stürmer droht champions-league-traum!

Mailand – Die Luft wird dünner im San Siro. Während die Verteidigung des AC Mailand wie ein Bollwerk steht, leidet der Angriff unter einer erstaunlichen Torflaute. Vier Spieltage vor Saisonende ist die Frage alarmierend: Wo bleiben die Treffer der Offensivkräfte?

Die bittere wahrheit: 2.787 minuten ohne tor

Die bittere wahrheit: 2.787 minuten ohne tor

Die Bilanz ist erschreckend. Rafa Leão, Christian Pulisic, Füllkrug, Nkunku und Giménez – zusammen summieren sich ihre torlosen Minuten auf unglaubliche 2.787 Minuten. Pulisic führt diese traurige Liste mit 958 Minuten an, gefolgt von Giménez mit 715 Minuten ohne Torerfolg. Selbst Leão, der normalerweise für die Offensivaktionen verantwortlich ist, hat seit dem 1. März nicht mehr ins Netz getroffen. Ein solches Ausbleiben von Toren ist in der modernen Fußballwelt kaum noch denkbar.

Trainer Allegri brachte die Stimmungslage nach dem Sieg gegen Verona zutreffend auf den Punkt: „Fehlen die Tore der Stürmer? An diesem Punkt der Saison geht es nicht mehr darum, wer trifft, sondern darum, die notwendigen Punkte für die Champions League zu holen.“ Und tatsächlich, die rosanero-Führung hat sich in den letzten Monaten in einem Zerrissen zwischen einer soliden Abwehr und einer ideenarmen Offensive wiedergefunden. Die Verpflichtung von Füllkrug erwies sich als Fehlinvestition, und auch Nkunku konnte sich bisher nicht nachhaltig ins Team einbringen.

Die Frage, die sich jeder Milan-Fan stellt: Was wäre, wenn die starke Defensive von einer funktionierenden Angriffslinie unterstützt würde? Die Antwort liegt auf der Hand und ist schmerzhaft offensichtlich. Die verpassten Chancen und die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff kosten das Team wertvolle Punkte und gefährden den ersehnten Einzug in die Champions League.

Die jüngste Begegnung gegen Juventus Turin bestätigte erneut die Schwächen im Offensivbereich. Leão und Pulisic wirkten erneut nicht harmonisch zusammen, wobei Leão oft die Flügel verlässt und Pulisic unermüdlich, wenn auch ziellos, über das Feld rennt. Die Hoffnung ruht nun auf Pavlovic und Rabiot, die im Mittelfeld für die nötigen Impulse sorgen. Doch ein Team kann nicht ausschließlich von der Kreativität des Mittelfelds leben.

Die Torflaute der Stürmer ist nicht nur ein statistischer Wert, sondern ein Spiegelbild der fehlenden Entschlossenheit und des Mangelns an Torinstinkt im Angriff des AC Mailand. In den letzten vier Spielen konnte lediglich ein Tor erzielt werden – durch einen Mittelfeldspieler. Ein erschreckendes Zeichen, das die Verantwortlichen zum Handeln zwingen muss. Die Champions-League-Qualifikation steht auf dem Spiel, und die Zeit drängt.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der AC Mailand ist im Rückrunden-Klassement nur das zwölfte beste Angriffsteam der Serie A. Die Torflaute der Stürmer ist eine tickende Zeitbombe, die den Traum vom Champions-League-Einzug gefährdet.