Milan kassiert rekordstrafe: warum die rossoneri immer zu spät kommen!

Mailand – Der AC Milan ist bekannt für seine Erfolge auf dem Platz, doch abseits des Rasens sorgt der Verein derzeit für Schlagzeilen – und das aus einem ungewöhnlichen Grund: Pünktlichkeitsprobleme! Die Rossoneri haben eine Rekordstrafe für wiederholte Verspätungen beim Einlaufen kassiert, was die Frage aufwirft, ob diese Angewohnheit wirklich so harmlos ist, wie sie scheint.

Die strafsummen türmen sich auf

Die strafsummen türmen sich auf

Gegen den SSC Neapel wurde der AC Milan mit 25.000 Euro belegt, nachdem das Spiel um zwei Minuten verzögert und die zweite Halbzeit um drei Minuten verlängert wurde. Die Saisonssumme beläuft sich bereits auf beeindruckende 132.000 Euro. Ein stolzer Betrag, der nicht nur die Kassen des Vereins belastet, sondern auch Fragen nach der Professionalität des Teams aufwirft.

Doch wer sind die Hauptverantwortlichen für diese Verspätungen? Laut Berichten sind Torwart Gianluigi Donnarumma (bzw. jetzt Mike Maignan) und Adrien Rabiot besonders auffällig. Während Max Allegri einst den Begriff „halma“ (Bereitschaft) in sein Mantra erhob, scheint dieser bei einigen Spielern offenbar nicht ausreichend Anwendung zu finden.

Wo landen die Strafgelder? Die erlassenen Geldbußen fließen hauptsächlich an die Lega Serie A und werden für soziale Zwecke verwendet. Interessanterweise werden interne Strafen, die für verspätetes Erscheinen zum Training oder Regelverstöße verhängt werden, anderweitig genutzt – genauer gesagt, um extravagante Abendessen für das gesamte Team zu finanzieren. Ein Festmahl im Hotel Gallia für rund 70 Personen, inklusive Spieler, Staff und sogar Magaziner, wurde kürzlich auf diese Weise finanziert. Der Preis? Wahrscheinlich nicht für schwache Nerven.

Es ist ein amüsantes Detail, aber auch ein Zeichen dafür, dass die Verspätungen nicht nur finanzielle Konsequenzen haben, sondern auch die Teamkultur beeinflussen können. Und während Allegri sich womöglich auf einen teuren toskanischen Wein freuen darf, sollten die Verantwortlichen des AC Milan ernsthaft überlegen, wie sie die Pünktlichkeit ihrer Spieler verbessern können, bevor die Strafsummen noch weiter in die Höhe schnellen.

Die Geschichte des Roma-Milan-Spiels im Januar zeigt zusätzlich, wie absurd die Situation werden kann: Schiedsrichter Colombo forderte Maignan mehrfach auf, die Treppe des Olimpico hinunterzusteigen, bevor das Spiel überhaupt begann. Ein regelrechter Wortwechsel entspann sich, der die ohnehin angespannte Atmosphäre noch weiter verschärfte. Ein anderes Beispiel: Mancini scherzte mit Guida, dass entweder eine Strafe fällig sei, oder die Römer das Spiel bereits mit 0:1 beginnen müssten.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Team für Verspätungen abgestraft wird. José Mourinho, bekannt für seine unorthodoxen Taktiken, soll in der Vergangenheit sogar versucht haben, Spielzeiten zu manipulieren, um die Champions-League-Qualifikation zu beeinflussen. Ob dies nun der Fall war oder nicht, bleibt Spekulation. Das Wichtigste ist, dass der AC Milan jetzt handelt, um seine Reputation und seinen Ruf zu wahren – und um die Kassen des Vereins zu schonen.