Milan kassiert erneut strafe: rekordsumme für ständige verspätungen!

Ein herber Schlag für den AC Milan: Bei der Auswärtspartie gegen den SSC Neapel am vergangenen Montag wurde der italienische Fußballklub erneut mit einer Geldstrafe belegt. Die Ursache? Die mittlerweile zum traurigen Markenzeichen gewordenen Verspätungen beim Einlaufen der Mannschaft auf den Rasen.

Sportgericht verhängt erneut strafe für rossoneri

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Gerardo Mastrandrea, der Sportrichter der Serie A, handelte hart. Dem Milan werden erneut 25.000 Euro auferlegt – und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Das Problem ist chronisch: Ob zur ersten oder zweiten Halbzeit, die Spieler des AC Milan scheinen es nicht zu schaffen, pünktlich in die Arena zu kommen. In Neapel führten die Verzögerungen zu einem Spielbeginn, der um zwei Minuten verschoben werden musste, und zu einer weiteren dreiminütigen Unterbrechung während der zweiten Hälfte. Das ergibt insgesamt fünf Minuten Verspätung, die dem Verein mit 5.000 Euro pro Minute teuer zu stehen kommen.

Diese Strafe ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Die bisherige Bilanz für die Saison ist schwindelerregend. Der AC Milan hat bereits 107.000 Euro für dieses Verhalten ausgegeben, verteilt auf zehn separate Verwarnungen. Beginnend mit 4.000 Euro für das Spiel gegen Lecce, stiegen die Strafen auf 5.000 Euro gegen Bologna und wurden dann auf 3.000 Euro gegen Udinese reduziert. Doch der Trend ist unverkennbar: Die Verspätungen werden teuer bezahlt.

Die Strafen erreichten ihren Höhepunkt mit 8.000 Euro gegen Roma, gefolgt von 10.000 Euro gegen Verona, Fiorentina und Lecce. Die Spiele gegen Roma, Parma und Inter brachten weitere Strafen von 15.000, 20.000 bzw. 22.000 Euro ein. Die jüngste Strafe aus Neapel katapultiert die Gesamtsumme auf beeindruckende 132.000 Euro. Eine Summe, die angesichts der vermeidbaren Natur des Problems besonders bitter schmeckt.

Ein Vergleich mit anderen Vereinen zeigt das Ausmaß der Misere: Während der AC Milan mit 132.000 Euro haushoch in Führung liegt, beläuft sich die Gesamtsumme für den zweitplatzierten Como lediglich auf 21.000 Euro. Napoli und Udinese teilen sich den dritten Platz mit jeweils 8.000 Euro. Die Diskrepanz ist eklatant und wirft berechtigte Fragen nach der Professionalität des Vereins auf. Giorgio Furlani, der Geschäftsführer des Klubs, dürfte alles andere als erfreut über diese erneute Strafe sein.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, wann die Verantwortlichen des AC Milan endlich einsehen, dass diese ständigen Verspätungen nicht nur finanziell schmerzhaft, sondern auch dem Ruf des Vereins schaden. Es bleibt zu hoffen, dass diese hohe Strafe endlich ein Umdenken auslöst und die Spieler in Zukunft pünktlich zum Spiel bereitstehen.