Milan: Erste Testspiele unter Amorim zeigen Licht und Schatten

Mailand – Die ersten Testspiele des AC Mailand unter der Leitung von Trainer Amorim werfen ein gemischtes Bild. Während neue Impulse erkennbar sind, schlummern noch alte Schwächen.

Neuer Trainer, neues Spielsystem

Nachdem sich die Mannschaft mit Ausnahme der Neuzugänge gezwungen sah, ihr taktisches System grundlegend zu überarbeiten, stehen die Rossoneri vor einer gewissen Umbruchphase. Bisher wurden drei Testspiele absolviert: Ein deutlicher 7:0-Sieg gegen die zweite Mannschaft, ein 2:2-Unentschieden gegen Celtic Glasgow und ein 1:1-Unentschieden im Derby in Australien.

Vor dem Saisonstart am 23. August gegen Torino folgen noch zwei weitere Testspiele: am 8. August gegen Chelsea in Jakarta und am Ferragosto (15. August) gegen Manchester United in Polen.

Was funktioniert?

Was funktioniert?

Amorims Spielphilosophie: Das Team wird zu einem mutigeren Spielstil erzogen, der sich durch ein aggressives Pressing und eine positive Einstellung auszeichnet. Die Unentschieden gegen Celtic und Inter, die beide durch eine starke Aufholjagd erreicht wurden, belegen die wachsende Überzeugung, das Spiel kontrollieren zu können.

Verbesserte Pressing-Fähigkeiten: Nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen Celtic, konnte das Pressing gegen Inter deutlich verbessert werden. Die gegnerischen Spieler wurden frühzeitig unter Druck gesetzt und es gelang, ihnen das Entfalten einer gefährlichen Angriffsposition zu erschweren.

Vertikalität im Spiel: Das langsame, horizontale Passspiel der Vergangenheit ist passé. Stattdessen wird nun nach drei bis vier Kontakten versucht, schnell in die Tiefe zu spielen und die gegnerische Abwehr zu überraschen.

Was muss verbessert werden?

Was muss verbessert werden?

Fehleranfälligkeit in der Defensive: Das Team wiederholt Fehler in der Spieleröffnung, die zu Gegentoren führen. Das Tor von Dimarco gegen Inter resultierte aus einem Fehlpass und einem Missverständnis zwischen Estupinan und Musah. Auch die Gegentore gegen Celtic waren auf eigene Fehler zurückzuführen.

Mangelnde Konstanz: Ein weiteres Problem ist der fehlende Spielfluss innerhalb eines Spiels. Im Derby ließ das Team plötzlich nach, bevor es sich wieder gefangen hat – ein Problem, das bereits in der letzten Saison zu beobachten war.