Mikel zerstönt arsenal: „die klauen die meisterschaft mit illegalen ecken“

John Obi Mikel schlägt zurück – nicht mit Ellbogen, sondern mit Worten. Der ehemalige Chelsea-Sechser wirft dem Tabellenführer Arsenal systematische Schummelei vor und entfacht damit eine Debatte, die die Premier League kurz vor der Schlussphase aufmischt.

„Die wollen die Meisterschaft stehlen“, sagte der Nigerianer in der Talkrunde von Sky Sports. „Was die bei Standards abziehen, ist illegal. Sie blockieren Keeper, halten Gegenspieler fest und tricksen bei jedem zweiten Ball. Das ist kein Fußball mehr, das ist Betrug.“

Mikel legt nach: „für arsenal würde ich keinen cent ausgeben“

Mikel legt nach: „für arsenal würde ich keinen cent ausgeben“

Die Attacke kam nicht aus heiterem Himmel. Mikel, 39, arbeitet seit seiner aktiven Zeit als Pundit in London und beobachtet die Gunners seit Wochen mit wachsender Irritation. Nach der 2:0-Auswärtsniederlage von Manchester City in der 29. Spieltag eskalierte seine Kritik: „Wenn die so weitermachen, werde ich sie nie als Meister anerkennen. Ich würde lieber ins Etihad fahren – dort wird Fußball gespielt.“

Die Zahlen liefern ihm zumindest Stoff: Arsenal führt die Statistik für verhinderte Abstöße (17) und Keeper-Blockaden vor Eckbällen (neun). Die PGMOL bestätigte, dass in zwei Fällen nach VAR-Checks wegen solcher Aktionen Tore aberkannt wurden – beide Male zugunsten der Mannschaft von Mikel Arteta.

Arteta reagierte nach dem 3:1-Sieg über Brighton mit einem schmalen Lächeln: „Wir analysieren jede Standardsituation bis ins Detail. Wenn die Gegner sich nicht verteidigen können, ist das ihr Problem.“

Die Fangemeinde spaltet sich. Auf X (ehemals Twitter) kocht die Diskussion: #MikelHatRecht trendete am Montag auf Platz eins in Nigeria und London. Dagegen erinnern Arsenal-Fans an Mikels eigenes Spiel bei Chelsea unter José Mourinho, das für robuste Zweikämpfe und taktische Fouls bekannt war.

Loic Remy, ehemaliger Teamkollege, stichelt zurück: „John hat selbst genug Leute am Trikot gezogen. Nur weil er jetzt vor der Kamera sitzt, wird seine Meinung nicht objektiver.“

Die Premier League selbst schweigt bislang. Doch internen Protokollen zufolge wird die Schiedsrichterkommission diese Woche eine Präsentation zu „legaler Abschirmung“ vorlegen – ein indirekter Sieg für Mikels Lautstärke.

Für Arsenal geht es am Wochenende nach Old Trafford. Wenn sie dort wieder ein Tor nach Ecke erzielen und die United-Defensive erneut den Block verpasst, dürfte Mikels nächste Tirade nur noch Sekunden entfernt sein. Die Meisterschaft ist noch nicht entschieden, aber der Shitstorm ist längst Realität.