Mikaela shiffrin triumphiert bei olympia – und spricht über zukunft und dunkle seiten

Mikaela shiffrin feiert erlösenden olympiasieg und blickt nach vorn

Mikaela Shiffrin hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 im Slalom endlich ihren erlösenden Goldtriumph gefeiert. Nach den enttäuschenden Spielen in Peking und einem emotionalen Achterbahnfahren in Cortina d’Ampezzo sprach die Ski-Königin im exklusiven Interview mit Sport1 offen über ihren Erfolg, die Schattenseiten der Spiele und die Frage nach einem möglichen Karriereende.

Die achterbahnfahrt in cortina

Die Olympischen Winterspiele in Italien waren für Shiffrin ein Wechselbad der Gefühle. Nachdem sie bei den Spielen in Peking 2022 medaillenlos geblieben war, drohte sich die Geschichte zu wiederholen. Doch im Slalom zeigte die erfolgreichste Ski-Alpin-Fahrerin der Geschichte ihre Klasse und ließ der Konkurrenz keine Chance. Das Interview fand im Ancora-Hotel in Cortina statt, mit Blick auf das olympische Feuer und die Tofana, wo Shiffrin am Mittwoch Gold gewonnen hatte.

„Wir hatten unglaubliche momente mit dem team“

„Wir hatten unglaubliche momente mit dem team“

Sport1: Frau Shiffrin, wie war die Party im Österreichischen Haus? Wie haben Sie sich heute Morgen gefühlt, als Sie aufgewacht sind?

Mikaela Shiffrin: (lacht) Wollen Sie die spaßige oder die ehrliche Antwort? Wir hatten unglaubliche Momente mit dem Team, mit Champagner-Duschen und Tanz. Am Renntag bin ich um 1:30 Uhr nachts aufgewacht und war eigentlich schon bereit für den Tag, aber es waren noch Stunden bis zum Rennen. Ich habe dann doch noch etwas geschlafen. Nach der Feier waren wir rechtzeitig im Bett, gegen 22:30 Uhr. Heute Morgen bin ich um 4:30 Uhr aufgewacht und dachte: Was mache ich jetzt? Ich bin unendlich dankbar für diese 24 Stunden.

Ein emotionaler moment für den vater

Ein emotionaler moment für den vater

Shiffrin widmete ihre Goldmedaille ihrem verstorbenen Vater. Die Medaille ist für sie ein Symbol für den Teamerfolg und die Unterstützung, die sie auf ihrem Weg erfahren hat. "Jede Medaille ist anders und besonders. Diese Goldmedaille ist ein Symbol für den Teamerfolg. Kein Athlet gewinnt eine Medaille bei den Olympischen Spielen ohne das Team im Hintergrund," so Shiffrin. Sie betonte die Bedeutung ihrer Familie, Freunde, ihres Verlobten Aleksander Aamodt Kilde und des gesamten US-Ski-Teams.

Die dunkle seite der olympischen spiele

Nach den enttäuschenden Ergebnissen in Peking sprachen viele von einem Olympiatrauma bei Shiffrin. Sie erklärt: “Das ist die dunkle Seite der Olympischen Spiele. Es gibt immer starke Reaktionen, egal was passiert. Bei den Olympischen Spielen ist es dann das Ende der Welt.” Sie habe sich auf das Training und ihr Team konzentriert und eine positive Mentalität entwickelt. Sie habe Social Media vor dem Slalom bewusst gemieden, um sich nicht von negativen Kommentaren beeinflussen zu lassen.

Überlegungen zum karriereende

Sport1: Was sind Ihre Ziele für die Zukunft?

Mikaela Shiffrin: Ich weiß nicht, ob ich eine Antwort auf diese Frage habe…

Sport1: Machen Sie sich Gedanken über Ihr Karriereende?

Mikaela Shiffrin: (nach längerem Zögern) Ja, das tue ich. Ich denke darüber nach, wie ich meine Karriere beenden soll. Ich sehe, wie andere Athleten diesen Schritt verkünden, und ich weiß nicht, wie das für mich wäre. Darum habe ich noch keine Antwort.

Zukünftige herausforderungen und mentale stärke

Shiffrin hat bewiesen, dass sie auch mit Rückschlägen umgehen kann. Sie hat hart gearbeitet, um ihre mentale Stärke zu verbessern und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Zukunft bleibt offen, aber eines ist sicher: Mikaela Shiffrin wird weiterhin eine inspirierende Figur im Ski-Alpin-Sport bleiben.