Mies enthüllt: so wurde wimbledon zum magischen moment
Andreas Mies, einst ein Nobody im Tenniszirkus, blickt im Sport1-Podcast Deep Dive zurück auf die unfassbare Karriere mit Kevin Krawietz. Von der Qualifikation in Wimbledon 2018 bis zum zweiten Grand-Slam-Titel in Paris – Mies offenbart, wie eine glückliche Fügung und ein unerschütterliches Mindset das deutsche Doppeltennis revolutionierten.
Der beginn: eine qualifikation als schlüssel zum erfolg
Die Geschichte von Mies und Krawietz begann mit einem Hauch von Glück. Wimbledon 2018: Sie qualifizierten sich gemeinsam für das Turnier. „Ohne diese Qualifikation wären wir mit unserem Ranking nicht ins Hauptfeld gekommen“, erinnert sich Mies. Diese beiden gewonnenen Qualifikationsrunden waren der Startschuss für eine Karriere, die viele überraschen sollte. Die Atmosphäre auf dem heiligen Rasen von Wimbledon überwältigte Mies nachhaltig. „Du riechst förmlich diese Tradition und die Geschichte“, schwärmte er und beschrieb die perfekt organisierte Anlage, das Grün, das Weiß – eine Welt, die weit entfernt schien von dem, was sie gewohnt waren.

Von „toysrus“ zu grand-slam-champions: ein rausch der gefühle
Die erste Saison nach Wimbledon war ein wahr gewordener Traum. Top 10 der Weltrangliste, Nominierung für den Davis Cup, Saisonfinale – alles wurde Realität. Mies beschreibt diese Zeit als eine Art „ToysRus“-Erlebnis: „Wir waren einfach nur froh, dabei zu sein.“ Sie verbrachten Stunden auf der Anlage von Roland Garros, bestaunten Djokovic, Nadal und Federer. Der Triumph bei den French Open 2019 fühlte sich an wie die Krönung jahrelanger harter Arbeit. Doch der Erfolg hatte seinen Preis: Der Druck stieg, und die Unbeschwertheit, die so wichtig für ihren Erfolg gewesen war, schien verloren zu gehen.

Ein surrealer alltag als grand-slam-sieger
Plötzlich gehörten Mies und Krawietz zur Weltspitze. Nach ihrem Triumph in Paris liefen sie mit Bodyguards über die Anlage – eine Situation, die Mies als surreal empfand. „Es war eine verkehrte Welt für uns“, gestand er. Die Erwartungen waren hoch, und sie wurden als das „Zugpferd“ des Turniers gehandelt.
Der zweite french open titel: magie und mentale stärke
Der zweite French Open Titel 2020, auch wenn ohne Publikum, war für Mies etwas Besonderes. Roland Garros war für sie ein „magischer Ort“ geworden. Entscheidend war stets, die Freude am Tennis nicht zu verlieren. „Das Leben ist ernst genug, der Spaß muss trotzdem immer da sein“, betonte Mies. Und genau darin lag ihr Erfolgsgeheimnis: Ein eingespieltes Team und ein cooles Mindset.
Die Geschichte von Andreas Mies und Kevin Krawietz ist ein Beweis dafür, dass mit harter Arbeit, einer Prise Glück und einem unerschütterlichen Glauben an sich selbst auch vermeintliche Nobody’s in der Welt des Sports ganz oben angreifen können. Ein Mindset, das auch über die Tennisplätze hinaus inspiriert.