Michigan stürmt zum titel: uconn verpasst die revanche
Chapel Hill, North Carolina – Ein Satz, der im November noch für blanken Übermut gehalten wurde, entpuppte sich im April als erschreckende Vorhersage. Die Michigan Wolverines krönten eine Saison voller Dominanz mit dem NCAA-Titel und brachen damit den Siegeszug der UConn Huskies. Ein 69:63-Erfolg, der zwar knapper ausfiel als erwartet, doch die Klasse der Wolverines untermauerte.
Die huskies scheitern an der eigenen effizienz
Das Duell war alles andere als ein Offensivfeuerwerk. UConn kontrollierte zwar über weite Strecken das Tempo und neutralisierte die Transition-Offense Michigans, doch am Ende fehlte die nötige Durchschlagskraft im Angriff. Nur 31 Prozent Trefferquote – das spricht Bände. Dan Hurley, der UConn-Coach, räumte ein: „Es ist schwer, auf diesem Niveau enttäuscht zu sein, wenn es am Ende einfach nur daran lag, dass wir unsere Würfe nicht getroffen haben.“
Besonders bitter für die Huskies: Alex Karaban, einer der erfolgreichsten Spieler in der Programmgeschichte mit zwei Titeln und drei Finalteilnahmen, verabschiedete sich von UConn. „Ich habe alles gegeben, mein Herz auf dem Feld gelassen. Es tut weh, aber ich gehe mit dem Gefühl, das Programm besser zu hinterlassen, als ich es vorgefunden habe“, so Karaban nach dem Spiel.

Cadeau führt die wolverines zum sieg
Michigan fand, wie so oft in diesem Turnier, alternative Wege zum Erfolg. Punkte in der Zone, Freiwürfe (25 von 28 – ein beachtlicher Wert!) und eine physische Präsenz, die UConn Probleme bereitete, hielten das Team im Spiel. Der entscheidende Wendepunkt kam vor der Pause, als Elliot Cadeau, der bereits im November mit der Aussage „beste Mannschaft, die je zusammengestellt wurde“ für Aufsehen gesorgt hatte, mit einem Dreier das Momentum auf die Seite der Wolverines brachte. Cadeau wurde verdient als Most Outstanding Player (MOP) des Turniers ausgezeichnet.
Yaxel Lendeborg, der mit einer sichtbaren Blessur zu kämpfen hatte, beschrieb seine Gefühlslage in der ersten Halbzeit treffend: „Ich fühle mich schrecklich, ich bin gerade total schwach. Ich treffe nichts. Ich habe in der ersten Halbzeit zu soft gespielt.“ Doch Michigan zeigte Charakter und bewies, dass man auch in schwierigen Situationen Lösungen findet.
Die Wolverines haben mit ihrem Titelgewinn eine neue Ära eingeläutet. Ob diese Ära tatsächlich eine Dynastie begründet, wird die Zukunft zeigen. Doch eines ist klar: Die Wolverines sind mit ihrem Talent und ihrer Entschlossenheit eine Macht im College-Basketball.
n