Mexico 2026: kann der 'tri' endlich den fluch brechen?

Die Vorfreude in Mexiko auf die WM 2026 ist riesig – nicht nur, weil das Land zum zweiten Mal nach 1986 Gastgeber ist, sondern auch, weil die Chance auf den ersten großen Triumph endlich greifbar scheint. Javier Aguirre, ein Urgestein des mexikanischen Fußballs, übernimmt erneut das Ruder und will den 'Tri' endlich aus dem Viertelfinal-Talus befreien.

Die rückkehr des

Die rückkehr des 'vasco': erfahrung und pragmatismus

Für Javier Aguirre ist es bereits die dritte Weltmeisterschaft auf der Bank Mexikos. Seine bisherigen Ansetzungen in 2002 und 2010 endeten beide im Achtelfinale, doch diesmal scheint die Stimmung anders zu sein. Aguirre ist bekannt für seine pragmatische Herangehensweise und seine Fähigkeit, defensiv stabile Mannschaften zu formen, die blitzschnell umschalten können. Ob 4-4-2 oder 5-4-1 – er passt seine Taktik dem jeweiligen Gegner und den verfügbaren Spielern an. Die Erfahrung, unter dem enormen Druck der mexikanischen Fans zu agieren, ist unbezahlbar und könnte im Heimturnier ein entscheidender Vorteil sein. Nur Didier Deschamps wird in diesem Turnier mehr WM-Spiele mit derselben Nationalmannschaft bestreiten.

Die Stärken liegen auf der Hand: Mexiko ist seit sieben WM-Turnieren ungeschlagen im ersten Spiel, eine beeindruckende Serie, die zeigt, wie das Team mit dem Anpfiff eines großen Turniers umgehen kann. Und dann ist da noch der Heimvorteil: In 20 von 22 WM-Turnieren erreichten die Gastgeber die nächste Runde – eine Statistik, die für Mexiko spricht. Aber es gibt auch Stolpersteine.

Lo que nadie cuenta es, dass Mexiko bisher in 60 WM-Spielen nie den Titel gewonnen hat – ein trauriger Rekord. Das Viertelfinale von 1970 und 1986, beide Male als Gastgeber, bleibt der höchste Punkt. In den letzten vier WM-Teilnahmen scheiterte das Team stets an der gleichen Stelle: im Achtelfinale. Die Angriffskraft ist ebenfalls ein Problem: Nur 62 Tore in 60 WM-Spielen – da fehlt es an Durchschlagskraft.

Ein Name, der in den kommenden Monaten besonders aufhorchen lassen dürfte, ist César Montes vom Lokomotiv Moskau. Der Innenverteidiger befindet sich in Topform und könnte die Abwehrreihe des 'Tri' stabilisieren. Seine Leistungen bei der Copa Oro 2025 waren beeindruckend: Er war zweitbester Spieler mit den meisten Interceptions (10) und hatte den zweitbesten Prozentsatz an gewonnenen Kopfballduellen unter den Verteidigern (75%). Seine drei Tore aus Standardsituationen machen ihn zu einer echten Gefahr im gegnerischen Strafraum – eine Waffe, die Mexiko unbedingt nutzen muss.

Die Herausforderung für Aguirre und sein Team ist klar: Es gilt, den Fluch der Achtelfinals zu brechen und endlich den großen Wurf zu schaffen. Die Fans in Mexiko sind bereit, die Spieler zu unterstützen, und die Geschichte steht auf ihrer Seite. Doch am Ende zählt nur eines: Tore schießen und gewinnen. Die WM 2026 wird zeigen, ob der 'Tri' endlich bereit ist, in die Weltklasse aufzusteigen.

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