Messi's elfmeter-fluch: der alptraum bei wm-straßen
Lionel Messi, der unangefochtene Superstar des Fußballs, hat bei der WM 2026 erneut bewiesen, dass er auch mit 38 Jahren eine Klasse für sich ist. Fünf Turniertore in zwei Spielen – eine Leistung, die selbst eingefleischte Kritiker verstummen lässt und Miroslav Klose von der Spitze der ewigen Torschützenliste verdrängt hat. Doch selbst der achtfache Ballon d’Or-Sieger hat eine Schwäche, die ihn in eine kuriose Negativrekord-Situation katapultiert hat: Elfmeter.
Die statistik lügt nicht: messis elfmeter-bilanz
Es wäre fast schon eine Überraschung gewesen, wenn Messi nicht auch bei dieser WM eine Gelegenheit vergeben hätte. Der vergebene Elfmeter gegen Österreich, ein Moment der Stille im argentinischen Lager, offenbarte eine überraschende Wahrheit. Messi, der Mann, der so viele entscheidende Momente beherrscht hat, hat bei Weltmeisterschaften eine bemerkenswert schlechte Elfmeterbilanz. Vier von sieben Elfmetern sind im Netz geblieben – eine Trefferquote von gerade einmal 57 Prozent. Das ist weniger als die durchschnittliche Bundesliga-Quote der letzten Saison, die bei 78,9 Prozent lag.
Was niemand so recht wahrhaben will: Messi ist der unangefochtene König der verschossenen Elfmeter bei Weltmeisterschaften. Nur Asamoah Gyan kann mit ihm mithalten, der ebenfalls zweimal am Elfmeterpunkt scheiterte. Die Erinnerungen an 2018, als der isländische Schlussmann Hannes Halldórsson Messis Strafe parierte und seinem Team damit einen Punkt schenkte, sind noch lebendig. Auch 2022 scheiterte der Superstar an Wojciech Szczęsny, obwohl Argentinien das Spiel letztendlich gewann und später Weltmeister wurde.
Die Ironie des Schicksals: Messi selbst hat in seiner Karriere 116 Elfmeter verwandelt und 33 Fehlschüsse kassiert – eine solide, aber keineswegs überragende Quote von 78 Prozent. Doch bei den großen Turnieren, wo der Druck am größten ist, zeigt seine Nervosität. Es ist ein kleines Detail, das dem Bild des unbesiegbaren Messi einen menschlichen Anstrich verleiht.

Die entscheidenden momente zählen
Gerade weil Messi in den entscheidenden Momenten, im Viertelfinale gegen die Niederlande und im Finale gegen Frankreich, vom Punkt traf und im Elfmeterschießen die Nerven behielt, relativiert sich der kleine Elfmeter-Makel. Er ist ein Spieler, der unter Druck abliefern kann, und diese Fähigkeit hat ihm so viele Titel eingebracht. Der Fehlschuss gegen Österreich mag ein Stolperstein gewesen sein, aber er wird seinen Legendenstatus nicht schmälern.
Denn Messi hat für Argentinien in 201 Spielen unglaubliche 122 Tore erzielt und sowohl auf Länderspiel- als auch auf Vereinsebene alle großen Titel gewonnen. Sein Beitrag zum argentinischen Fußball ist unermesslich. Und mit drei Toren gegen Algerien und zwei gegen Österreich bei dieser WM hat er einmal mehr bewiesen, dass er auch im fortgeschrittenen Alter eine Weltklasse-Leistung erbringt. Nur ein Elfmeter-Fluch scheint ihn zu verfolgen, aber das ändert nichts an seiner unbestrittenen Größe.
