Messi bleibt bei 899 toren - inter miami patzt in nashville

Die Nacht war sein nicht. Lionel Messi schlitterte durch Tacklings, schoss vorbei, sah den Ball nicht im Netz liegen. 0:0 lautete das Ergebnis, das die 22 000 im Geodis Park jubeln ließ. Die 899 bleibt stehen. Das 900. Karrieretor wartet weiter.

Dabei hatte der 38-Jährige alles probiert. Die 23. Minute: Messi nimmt eine Flanke aus dem Halbfeld mit der Innenseite, lässt zwei Verteidiger stehen, zieht ab - knapp links vorbei. Die 58.: Freistoß aus 19 Metern, seine Spezialität. Der Ball segelt über die Mauer, senkt sich, kitzelt die Latte. Nashville-Keeper Joe Willis streckt sich, fingert das Leder an die Stange. Die 71.: Messi sprintet 35 Meter, legt sich den Ball ein ums andere Mal vor, wird gelegt. Freistoß. Diesmal fliegt er in die Mauer.

Die zahlen hinter den 899 toren

Die zahlen hinter den 899 toren

672 Tore erzielte Messi für den FC Barcelona, 32 für Paris Saint-Germain, 115 für Argentinien. Die Rechnung ist schnell gemacht: Er braucht noch eins für die 900. Das klingt nach einer Frage der Zeit. Aber Zeiten sind das, in denen selbige gegen ihn arbeitet.

Inter Miami dominierte Ballbesitz (68 Prozent), schoss 17 Mal, traf aber kein einziges Mal ins Tor. Nashville setzte auf Tiefstehen, Konter, den berühmten einen Moment. Der kam in der 89., als Hany Mukhtar frei vor Miami-Keeper Drake Callender auftauchte. Der Deutsche zögerte einen Tick zu lang, Callender warf sich hin. Das Spiel plätscherte aus.

Die nächste Chance? Schon am Sonntag gegen Charlotte in der MLS. Dann das Rückspiel im Champions Cup am Donnerstag in Fort Lauderdale. Drei Tage, zwei Spiele, ein Tor. Oder doch nicht?

Messi ging ohne Tor, aber mit einem Handschlag für jeden Nashville-Spieler in die Kabine. Kein Frust, keine Eile. Er weiß: Tore sind wie Liebesbriefe - sie kommen, wenn sie kommen sollen. Die 900 wartet. Die Welt wartet. Und Messi? Der trainiert weiter.