Mercedes zerlegt die konkurrenz: russell und antonelli liefern macht-demo in melbourne
George Russell fegte in Rekordzeit über den Albert Park, Kimi Antonelli schob sich Sekunden später hinterher – und schon war die Formel-1-Saison 2026 für alle anderen gelaufen. Der Doppelsieg von Mercedes beim Auftakt in Australien war keine Überraschung, sondern eine Demonstration von Raw Power, die die Konkurrenz mit offenen Mündern zurückließ.
Russell: „die neuen hybrid-booster sind ein spielveränderer“
Der Brite ließ nach dem Rennen keinen Zweifel daran, warum die Silberpfeile plötzlich wieder so dominant wirken. „Der Elektroschub aus der Ecke raus ist brutaler als alles, was wir b hatten“, sagte Russell mit verschwitztem Helm in der Parc-Ferme. „In Runde 28 habe ich Lewis mit dem Boost einfach weggespült – das war früher undenkbar.“ Die neue Energierückgewinnung erlaubt 12 Sekunden Vollgas-Extra pro Runde, genug, um selbst hartnäckige Gegner wie Leclerc plötzlich alt aussehen zu lassen.
Ferrari hatte noch vor dem Boxenstopp geträumt. Leclerc übernahm die Führung nach dem Start, verlor sie an Hamilton, Hamilton verlor sie wieder an Russell – und dann war die Luft raus. Teamchef Vasseur schob nach dem Rennen die Strategie-Abteilung vor den Bus: „Wir haben den falschen Reifen zum falschen Zeitpunkt genommen, Punkt.“ Die Scuderia kam mit zwei Autos auf Platz drei und vier ins Ziel, was wie ein Trostpreis aussah.

Verstappen rast von platz 20 auf 5 – und trotzdem wirkt red bull plötzlich alt
Max Verstappen lieferte sich mit Lando Norris ein kleines Privatduell, aber der Blick auf die Uhr zeigt die Wahrheit: fast zwei Sekunden fehlen den Bullen pro Runde auf Mercedes. „Wir haben den Hybrid-Booster nicht richtig im Griff“, gab Verstappen nach seiner Aufholjagd zu. „Sobald Mercedes den Schub aktiviert, sind sie weg.“ Weltmeister Norris wurde Fünfter und kassierte schon beim ersten Rennen wichtige Punkte, doch auch er wirkte wie ein Verlierer im Vergleich zur neuen Silber-Dominanz.
Die Pechvögel des Tages trugen deutsche Namen: Nico Hülkenberg stand wegen Motorschadens gar nicht am Start, Oscar Piastri schlug sich beim Warm-up selbst aus dem Rennen. „Ich hab das Heck verloren, dann war's vorbei“, sagte der Australier, während seine Crew den krümelnden McLaren wegschleppte. Fernando Alonso parkte seinen Aston Martin später mit qualmendem Turbo auf der Grasnarbe – ein weiteres Indiz dafür, dass die alte Ordnung gerade neu geschrieben wird.
Die Zeiten sind vorbei, in denen Red Bull und Ferrari das Tempo diktierten. Mercedes hat die Hybrid-Ära mit einem Schlag für sich geöffnet – und die Saison ist gerade mal einen Grand Prix alt. Die Konkurrenz muss nun nicht nur nachlegen, sondern umdenken. Denn wer gegen diesen Boost keine Antwort hat, fährt 2026 vorbei.
