Menschenrechtsbündnis fordert FIFA-Reformen
Nach den jüngsten Turbulenzen erhöht ein Menschenrechtsbündnis den Druck auf die FIFA: Reformen und die Rückkehr eines unabhängigen Kontrollgremiums werden gefordert.
Sports and Rights Alliance fordert unabhängigen Beirat
Die Sports and Rights Alliance fordert die Wiedereinsetzung eines unabhängigen Menschenrechtsbeirats, der die FIFA-Führung und den FIFA-Rat kontrollieren und für ihren Umgang mit Menschenrechtsthemen zur Rechenschaft ziehen soll. Die Forderung wurde am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

Was ist die Sports and Rights Alliance?
Die Sports and Rights Alliance ist ein weltweites Bündnis aus Menschenrechts-Organisationen, NGOs und Gewerkschaften, das sich für den Schutz von Menschenrechten, Arbeitsrechten und Anti-Korruptionsmaßnahmen im Sport einsetzt. Das Bündnis wurde 2015 gegründet.

Fünf konkrete Forderungen
Neben der Wiedereinführung des Beirats fordert die Sports and Rights Alliance:
- Eine Reform der Ethik-Kommission
- Die Schaffung eines unabhängigen, transparenten Beschwerdeverfahrens mit externen Experten
- Die Verabschiedung einer konkreten Menschenrechtsstrategie
- Die Neubewertung aller künftigen Gastgeberverträge
- Mehr Transparenz im Umgang mit Journalisten und der Öffentlichkeit

Bisherige Erfahrung mit dem Menschenrechtsbeirat
Unter der Führung von FIFA-Präsident Gianni Infantino gab es bereits zwischen 2016 und 2020 einen unabhängigen Menschenrechtsbeirat (HRAB). Dieser wurde jedoch von Infantino aufgelöst, ohne dass eine einzige Empfehlung umgesetzt wurde.
