Meisterschaftsrennen: st. pölten vor endspiel gegen austria wien
Die Spannung in der Frauen-Bundesliga ist kaum zu überbieten: Titelverteidiger SKN St. Pölten muss sich am Sonntag gegen den Tabellenführer Austria Wien einen Sieg erkämpfen, wenn die Rot-Weißen noch ernsthafte Meisterschaftschancen haben wollen. Das Duell der Spitzenmannschaften verspricht ein packendes Finale in der Meistergruppe.
Der druck liegt auf den hausherren
Für den SKN St. Pölten ist die Situation klar: Ein Punktverlust gegen Austria Wien würde die Titelhoffnungen nahezu zunichte machen. Laurent Fassotte, Coach der St. Pöltnerinnen, sieht das genauso: „Wir müssen dieses Spiel wie ein Finale angehen. Es wird nahezu unmöglich, wenn wir hier Punkte liegen lassen.“ Die Ausgangslage ist besorgniserregend, da die Wienerinnen bereits beide direkten Duelle für sich entschieden haben – mit 1:0 und 2:1.

Austria wien im vorteil – aber st. pölten kämpft
Die Austria Wien präsentiert sich als konstanteste Mannschaft der Saison und scheint die Favoritenrolle am Sonntag zu bekleiden. Trainer Stefan Kenesei betonte: „Die Konstanz unserer Leistungen spricht für uns. In den entscheidenden Spielen waren wir immer da.“ Es ist das erste Meistertitel-Potenzial für den Verein, und die Chance auf das Double im Cup-Finale gegen Red Bull Salzburg am 14. Mai macht den Sieg noch begehrenswerter.
Doch St. Pölten hat noch nicht aufgegeben. Fassotte glaubt an eine Leistungssteigerung im Frühjahr und setzt auf den Teamgeist. Carina Brunold, Offensivspielerin des SKN, verdeutlicht: „Wir werden als Team performen und überzeugen.“ Die Hoffnung ruht auf einer gesteigerten Motivation, da die Spielerinnen zum ersten Mal seit einiger Zeit nicht mehr unter Druck stehen.

Sturm graz und red bull salzburg kämpfen um platz drei
Auch die Ränge hinter den Top-Teams sind hart umkämpft. Sturm Graz, die Vorsaison-Dritte, will diesen Platz auch in dieser Saison verteidigen. Das Auswärtsspiel gegen Red Bull Salzburg am Samstag (14 Uhr) ist dabei ein direkter Vergleich. Sophie Maierhofer, Abwehrspielerin von Sturm Graz, macht deutlich: „Der dritte Platz ist definitiv unser Ziel.“ Salzburg, entstanden aus dem FC Bergheim, kann das Erreichen der Meistergruppe bereits als großen Erfolg verbuchen.
Lucia Orkic, Kapitänin der Salzburgerinnen, verdeutlicht: „Wir wollten uns etablieren, und dass das so gut klappt, sind wir überaus zufrieden.“ Der Vorsprung auf Salzburg beträgt sechs Punkte, aber der Kampf um die vorderen Plätze wird bis zum Schluss spannend bleiben.
Die Saisonfinale in St. Pölten verspricht ein dramatisches Finale. Die Spielerinnen haben die Chance, Geschichte zu schreiben und ihre Fans zu begeistern. Das Spiel wird zeigen, wer die Nerven behält und sich den Sieg erarbeitet.
