Medizinischer held: wie pedro luis ripoll fußballstars rettet
Er ist kein Superheld mit Umhang, sondern mit Kittel. Pedro Luis Ripoll, der renommierte Traumatologe aus Jumilla (Murcia), hat sich einen Namen gemacht, indem er nicht nur das Leben vieler Menschen verbessert, sondern auch die Karrieren von Spitzensportlern verlängert und wiederhergestellt hat. Seine Erfolge werden international gefeiert, und seine Klinik ist zu einem globalen Anziehungspunkt für verletzte Athleten geworden.
Von jumilla zum fifa-exzellenzzentrum
Die jüngsten Auszeichnungen – die Goldmedaille der Region Murcia und der Nationale Preis für Kunst und Wissenschaft im Sport, verliehen von den spanischen Königen – sind nur die Spitze des Eisbergs. Ripoll ist der Gründer und Direktor der Ripoll und De Prado Sportclinic, einem FIFA-Zertifizierten Zentrum für medizinische Exzellenz, das Namen wie Dembélé, Araujo, Balde, Pubill und Luis Suárez in seinen Reihen führt. Diese Stars des Fußballs verdanken ihm ihre Rückkehr auf den Platz, oft nach Verletzungen, die ihre Karriere zu beenden drohten.
Aber wer ist dieser Mann, der scheinbar mehr Titel als einige seiner Patienten gesammelt hat? Ripoll lacht: „Ich fühle mich überwältigt, aber diese Auszeichnungen betrachte ich nicht als persönliche Erfolge, sondern als Anerkennung für eine Institution, die meine Familie bereits 1897 gegründet hat. Wir vereinen die besten Spezialisten der Welt.“

Ein arzt mit fußballherz
Obwohl er selbst nie ein großer Fußballspieler war – er spielte sowohl als Libero als auch als Mittelstürmer in seiner Jugend und war auch im Rugby aktiv – ist seine Leidenschaft für den Sport unbestreitbar. „In meiner Familie sind wir seit dem Ende des 19. Jahrhunderts Ärzte“, erzählt er. „Ich habe es aus Tradition und Berufung fortgesetzt. Schon als Achtjähriger begleitete ich meinen Großvater und Vater in ihre Praxen.“
Ripoll erinnert sich mit einem Schmunzeln an seine Zeit als Mannschaftsarzt des FC Cartagena und des FC Murcia, bei denen er über zwei Jahrzehnte lang unentgeltlich tätig war. „Der FC Murcia war für mich wie ein Familienmitglied“, sagt er. „Ich saß sogar einmal auf der Bank im Bernabéu unter Kubala, als ein Zug unter der Bank durchfuhr und diese leicht zum Beben brachte. Kubala dachte, es sei ein Erdbeben!“

Von kuriosem vorfall bis zur behandlung von stars
Die Geschichten aus dieser Zeit sind zahlreich. Ripoll berichtet von einem Vorfall, bei dem ein brasilianischer Spieler des FC Murcia, Ramalho, ein Zäpfchen wie eine Tablette verschluckte und daraufhin heftige Magenkrämpfe erlitt. „Die CNN und der New York Times berichteten darüber!“, lacht er. Die Spezialisierung, so Ripoll, sei der entscheidende Schritt in der Medizin der letzten 30 Jahre gewesen.
Ein besonders bewegender Fall war die Verletzung von Luis Suárez. „Es war eine Fraktur des Mitteldrittels des Fibulas, eine Verletzung, die oft unterschätzt wird“, erklärt Ripoll. „Sie kann die Karriere eines Fußballers gefährden, wenn sie nicht korrekt behandelt wird.”

Verantwortung und konzentration im op
Die Atmosphäre im Operationssaal beschreibt Ripoll als von extremer Konzentration geprägt. „Manchmal kann man dort Feuer ausbrechen, ohne es zu bemerken“, betont er. „Die Verantwortung ist enorm, und man muss sich bewusst sein, dass man mit unkontrollierbaren Herausforderungen konfrontiert ist.“
Er kritisiert zudem die mangelnde Wertschätzung für Ärzte im Profifußball. „Die Spieler sprechen oft mit den Trainern über ihre Spielberechtigung, und die Ärzte werden nur am Rande berücksichtigt. Die Clubs investieren selten ausreichend in medizinische Abteilungen.”

Die zukunft des fußballs und die gesundheit der spieler
Ripoll äußert seine Besorgnis über die zunehmende Belastung der Spieler. „Sie spielen zu viele Spiele, und die Erholungsphasen werden nicht ausreichend genutzt“, sagt er. „Die Medizin muss sich an die neue Realität anpassen und die Gesundheit der Spieler in den Vordergrund stellen.“ Er betont, dass die Karriere eines Fußballers von vielen Faktoren abhängt, darunter Genetik, Glück und medizinische Behandlung. „Die Knie sind oft der Schwachpunkt eines Fußballers.“
Der renommierte Arzt blickt in die Zukunft und warnt: „Wenn die Spieler nicht auf ihren Körper achten und die Erholungsphasen nicht respektieren, drohen ihnen langfristige Schäden. Die Medizin muss mitdenken und den Sportlern helfen, ihre Karriere gesund zu gestalten.“
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