Mctominay: vom underdog zur napolitanischen ikone – ein überraschendes comeback?
Scott McTominay. Der Name mag in deutschen Fußballkreisen noch nicht allzu bekannt sein, doch in Neapel ist er zum Synonym für Leidenschaft, Kampfgeist und unerwarteten Erfolg geworden. Der schottische Mittelfeldspieler, der einst als wenig talentiert galt, hat sich beim SSC Neapel nicht nur einen Stammplatz erobert, sondern sich auch in die Herzen der Tifosi gespielt – und das trotz seiner ungewöhnlichen Geschichte.
Ein überraschendes kapitel in italien
Vor 18 Monaten landete McTominay in Neapel, ein Transfer, der kaum für Aufsehen sorgte. Doch der junge Schotte bewies schnell, dass man sich täuschen kann. Er entwickelte sich zu einem Schlüsselspieler im Mittelfeld der squadra azzurra, dessen aggressive Zweikampfführung und überraschende Torinstinkte die Fans begeisterten. Seine Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: McTominay übertrifft in einigen Bereichen sogar einige der renommiertesten Stürmer der Serie A. Ein Fakt, der selbst eingefleischte Fußballkenner staunen lässt.
Ein langes Interview mit UEFA Champions Journal offenbart mehr über den Mann hinter dem Fußballspieler. McTominay betont, dass seine Persönlichkeit sich kaum verändert habe, seit er nach Italien gekommen ist. “Vielleicht habe ich hier mehr Selbstvertrauen gewonnen, weil der Trainer so stark an mich glaubt”, so der Mittelfeldspieler. Aber nicht nur das Selbstvertrauen hat sich gesteigert, sondern auch die Wertschätzung seiner Mitmenschen. Die Art und Weise, wie er in Neapel empfangen wurde, hat ihn zutiefst beeindruckt. “Es war ein Wow-Moment”, erinnert er sich an den Empfang am Flughafen, wo er von einer jubelnden Menschenmenge erwartet wurde.

Familie, risotto und ein besonderer freund
McTominay schätzt das starke Gemeinschaftsgefühl, das ihn in Neapel umgibt. “Es ist wie eine große Familie”, erklärt er, “mit den Köchen, den Taxifahrern, den Leuten im Verein – alle behandeln mich mit Respekt und Freundlichkeit.” Diese Wärme und Unterstützung hat ihn sichtlich berührt. Besonders seine Nähe zu Mitspielern wie Rasmus Højlund und Billy Gilmour, mit denen er nur wenige Meter voneinander entfernt wohnt, trägt zu seinem Wohlbefinden bei.
Auch kulinarisch hat sich McTominay an die italienische Lebensart angepasst. Sein Lieblingsgericht ist das Risotto al Parmigiano, das er vor jedem Spiel genießt – eine Tradition, die er mit seinen Teamkollegen teilt. “Hier schmeckt es einfach besser”, gesteht er. Und wer ihn durch die Stadt führt, ist Pasquale Mazzocchi, ein echter Neapolitaner, der ihm alle Geheimtipps verrät. “Er weiß einfach alles”, schwärmt McTominay.

Blick in die zukunft: wm und neue herausforderungen
Mit der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Katar hat McTominay ein neues Ziel vor Augen. “Es war schon immer ein Traum, für Schottland bei einer WM dabei zu sein”, sagt er mit leuchtenden Augen. Er glaubt daran, dass seine Mannschaft das Potenzial hat, eine Überraschung zu schaffen. Und auch in Neapel blickt man gespannt auf die Zukunft. Mit Scott McTominay im Mittelfeld ist die squadra azzurra sicherlich ein ernstzunehmender Gegner für jeden Gegner. Die Frage ist nicht, ob er seinen Erfolg in Neapel fortsetzen kann, sondern wie weit er mit dieser außergewöhnlichen Mannschaft noch kommen wird.
