Mcilroy zittert um sawgrass – entscheidung fällt in letzter sekunde
Rory McIlroy schläft mit einer Wärmflasche unter dem Adduktor – und mit dem Traum, heute auf dem ersten Tee von TPC Sawgrass zu stehen. Der Vorjahressieger der Players Championship kämpft gegen einen rechtsseitigen Muskelkrampf, der ihn am Sonntag in Bay Hill auf dem Sofa statt auf der Fairway landen ließ.

Die millimeter-frage zwischen start und absage
„Ich spüre keine Stiche, eher ein Flattern“, sagt der 36-Jährige, während er vor dem Trailer die Hüfte kreist. Die Medikamente haben begonnen zu wirken, doch ob sie bis zur Morgen-Range anhalten, weiß keiner. McIlroy spricht von „Wunder-Pillen“, doch der Blick seiner Physiotherapeutin bleibt skeptisch. Die Muskelermüdung tritt nach fünf, sechs Vollschlägen ein – ein Handicap, das auf Sawgrass mit seinen Insel-Greens tödlich wäre.
Sollte er absagen, würde das Prestige-Turnier seinen achten Doppel-Sieger verlieren. Nur sieben Spieler haben die Players je zweimal gewonnen – Woods, Norman, Elkington, Scott, Day, Simpson und eben McIlroy, der 2023 mit 66er-Schlussrunde den Titel verteidigte. Die PGA Tour hält bereits Erik van Rooyen als ersten Ersatz bereit, doch Ticketverkauf und TV-Ratings zittern mit dem Superstar.
Während der Nordire sich am Donnerstag 07:44 Uhr local time (Gruppe 1A/10) zum Pro-Am einfinden soll, arbeitet sein Team mit einer simplen Regel: keine Schmerzen beim Wedgeschwung – dann spielt er. Fällt der Test negativ aus, fliegt die Privatmaschine nach Westpalm und McIlroy reist mit 0 Punkten in die FedEx-Cup-Playoffs. Die nächsten zwölf Stunden entscheiden über Saison und Image.
Die Zahl, die die Tour nervös macht: 31,4 Millionen Dollar kostete der TV-Zuschauerschwund, als er 2021 wegen Rückenproblemen fernblieb. Ein zweiter Ausfall innerhalb von drei Jahren wäre ein PR-Desaster – und ein Geschenk für die Konkurrenz. Scottie Scheffler und Xander Schauffele haben bereits intern ihre Zielscheiben auf das Loch 17 verschoben.
