Mcilroy dominiert augusta: kann er geschichte schreiben?

Augusta, Georgia – Rory McIlroy hat das Masters in Augusta am zweiten Tag in eine Einmann-Show verwandelt. Mit einer atemberaubenden 65er-Runde hat der Titelverteidiger einen Vorsprung von sechs Schlägen auf seine Verfolger Sam Burns und Patrick Reed herausgeschlagen – eine Führung, die in der Geschichte des Masters ihresgleichen sucht.

Ein vorsprung, der geschichte schreibt

Zwölf Schläge unter Par! Diese Zahl allein spricht Bände über McIlroys Leistung am Freitag. Noch nie zuvor hatte ein Golfer nach zwei Runden beim Masters einen so deutlichen Vorsprung auf seine Konkurrenten. Fünf Schläge Vorsprung waren bisher der höchste Wert, doch McIlroy hat diesen Wert deutlich übertroffen. Die Erinnerung an Harry „Lighthorse“ Cooper, der 1936 eine vermeintlich sichere Führung noch herschenkte, mag den Nordiren und seine Fans wach halten, doch im Moment scheint alles für ihn zu sprechen.

McIlroy selbst wirkte nach seiner Runde entspannt, aber fokussiert. „Ich habe mir einen guten Vorsprung erarbeitet“, sagte er. „Ich konzentriere mich darauf, weiterhin gut zu spielen und Vollgas zu geben.“ Die letzten sieben Löcher waren dabei von einer beeindruckenden Serie von Birdies geprägt – ein Zeichen für den Flow, der McIlroy am Freitag zu spüren bekam. Der Weltranglistenzweite spielte sich förmlich in einen Rausch.

Konkurrenz patzt, scheffler im abstieg

Konkurrenz patzt, scheffler im abstieg

Während McIlroy seine Bestleistung abruft, kämpfen andere mit sich selbst. Scottie Scheffler, der vor dem Turnier als Mitfavorit gehandelt wurde, liegt mit einem enttäuschenden 24. Platz weit hinter dem Spitzenreiter. Noch deutlicher ist der Absturz von Bryson DeChambeau, dessen Masters-Traum bereits nach zwei Runden geplatzt ist. Seine 76 und 74 führten dazu, dass er die Cut-Line verfehlte und somit ohne Chance auf die restlichen Tage bleibt.

Ein Lichtblick für Deutschland: Bernhard Langer fehlte zwar aufgrund seines Alters, aber Sepp Straka, Österreichs bester Golfer, schaffte es, den Cut mit einer soliden 72er Runde zu überstehen. Er liegt derzeit auf einem geteilten 32. Rang. Die Cutmarke lag bei plus vier, was zeigt, wie anspruchsvoll der Augusta-Kurs in diesem Jahr ist.

McIlroys Weg zum historischen Erfolg ist noch nicht komplett, aber die Zeichen stehen gut. Kann er die letzten beiden Tage genauso dominant gestalten wie den ersten beiden und sich in die Annalen des Golfsports eintragen?