Mbappé: von der krise zur wm-ambition – deschamps‘ taktikspiel

Kylian Mbappé scheint die schwierige Saison mit Real Madrid hinter sich zu lassen. Während die Königlichen in der Liga und Champions League enttäuschten, blickt der französische Nationalstürmer nun voller Zuversicht auf die Weltmeisterschaft zu. Didier Deschamps, der französische Bondetrainer, scheint seine Superstar-Offensive wieder im Griff zu haben – und das vor dem wichtigen Test gegen die Elfenbeinküste.

Deschamps‘ vertrauen in den kapitän ist unerschütterlich

Deschamps‘ vertrauen in den kapitän ist unerschütterlich

Die jüngsten Klub-Erlebnisse scheinen Deschamps kalt zu lassen. „Er ist in Topform – sowohl körperlich als auch mental“, erklärte der Coach auf einer Pressekonferenz. „Er steht in ständiger Kommunikation mit uns und den anderen Spielern. Als Kapitän übernimmt er eine Schlüsselrolle.“ Deschamps‘ Aussage deutet darauf hin, dass er Mbappé von Beginn an auf dem Feld sehen möchte, obwohl ein Freundschaftsspiel gegen die Elfenbeinküste ansteht, das weit weniger wettbewerbsorientiert ist als das WM-Debüt gegen Senegal.

Es geht um mehr als nur eine gute Form. Mbappé hat die Chance, Olivier Giroud als Rekordtorschützen Frankreichs abzulösen. Mit 56 Treffern liegt er nur noch einen Tor hinter dem bisherigen Rekordhalter. Dieser persönliche Ansporn dürfte ihn zusätzlich motivieren.

Ein Ausfall, der ins Gewicht fällt: William Saliba, der Innenverteidiger von Arsenal, wird gegen die Elfenbeinküste definitiv fehlen. Nach einer langwierigen Sprunggelenksverletzung, die er sich in der Champions-League-Final gegen PSG zugezogen hat, fehlt er im Trainingslager. Deschamps betonte jedoch, dass Saliba „fit ist und gut versorgt wird“ und „jederzeit bereit gewesen wäre zu spielen, wenn es nötig gewesen wäre.“ Konaté und Upamecano werden voraussichtlich die Abwehrzentrale bilden.

Die Aufstellung gegen die Elfenbeinküste wird vermutlich wenig mit der gegen Senegal übereinstimmen, aber eines ist gewiss: Mbappé wird auf dem Platz stehen. Es bleibt abzuwarten, ob er die historische Tor-Marke knacken kann. Doch eines ist klar: Frankreich setzt alles auf seine Superstars und hofft, dass diese in Katar besser performen als in Madrid.