Mbappé schreibt geschichte: frankreich bezwingt senegal!

East Rutherford – Ein holpriger Start, eine Gala-Vorstellung der Stars und schließlich ein verdienter Sieg: Die französische Nationalmannschaft hat ihre Titelmission bei der WM 2026 offiziell eröffnet. Mit einem 3:1-Erfolg gegen Senegal wurde die bittere Erinnerung an die Auftaktpleite vor 20 Jahren endlich ausgetilgt – und Kylian Mbappé katapultierte sich in die französischen Fußballer-Annalen.

Die löwen von teranga halten lange stand

Die löwen von teranga halten lange stand

Die Senegalesen, angeführt vom ehemaligen Bayern-Star Sadio Mané, lieferten in der ersten Halbzeit eine beeindruckende Leistung ab und machten es den hoch favorisierten Franzosen schwer. Die „Équipe Tricolore“ hatte zwar mit einem Marktwert von fast 1,5 Milliarden Euro den teuersten Kader der WM-Geschichte aufgeboten, fand aber lange keine Lösungen gegen die dichtgestellten Reihen der westafrikanischen Mannschaft. Ein Schuss von Nicolas Jackson an den Pfosten (25.) ließ erkennen, dass auch Senegal durchaus präsent war. Das ohrenbetäubende „Allez Les Bleues“ aus den Rängen konnte die Stimmung nicht wirklich anheizen, denn zur Pause stand es immer noch 0:0.

Doch nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt. Didier Deschamps' Team erhöhte den Druck, und die Individualklasse der Franzosen begann, ihre Früchte zu tragen. Michael Olise und Mbappé vergaben zunächst hochkarätige Chancen, doch dann kam der Moment, der das Spiel entscheiden sollte. Nach einem genauen Steckpass von Olise war Mbappé zur Stelle und ließ Mendy keine Chance (66.).

Ein historischer Moment: Nur wenige Augenblicke später erhöhte Bradley Barcola auf 2:0 (82.), nachdem ein schneller Angriff der Franzosen erfolgreich abgeschlossen wurde. Ibrahim Mbaye gelang es zwar in der Nachspielzeit, den Anschlusstreffer zu erzielen (90.+5), doch Mbappés zweiter Treffer des Spiels (90.+6) sorgte für die endgültige Entscheidung.

Mit seinen Treffern 57 und 58 überholte Mbappé damit Olivier Giroud als Rekordtorschützen Frankreichs. Ein bemerkenswerter Erfolg für den jungen Superstar, der mit seiner Leistung eindrucksvoll bewies, dass er die Erwartungen an ihn nicht nur erfüllt, sondern sogar übertrifft. Aber auch wenn der Sieg letztlich deutlich aussah, so war es doch ein Arbeitssieg für die Franzosen, die sich für das zweite Gruppenspiel gegen den Irak am Montag gewappnet haben.

Die Erinnerung an das bittere 0:1 im Eröffnungsspiel 2002 gegen Senegal, als Frankreich als amtierender Weltmeister antrat, sollte endgültig in der Vergangenheit bleiben. Die Senegalesen hatten die Generation von damals als „Vorbilder“ bezeichnet – nun haben sie selbst bewiesen, dass sie zu den Herausforderern auf dieser Weltmeisterschaft gehören können. Doch Frankreich hat gezeigt, dass die Stars da sind, wenn es darauf ankommt. Und Mbappé hat bewiesen, dass er die französische Nationalmannschaft auf seinen Schultern trägt.

Die Rechnung ist klar: Mit 1,5 Milliarden Euro im Kader müssen die Franzosen noch zulegen, wenn sie den dritten Stern auf ihrer Brust sehen wollen. Die Reise nach New York, wo die WM am 19. Juli endet, kann aber mit diesem Sieg beruhigt angetreten werden.