Mbappé: kampfansage nach bayern-debakel – ist das madrids letzte chance?
Madrid bangt – und sucht nach Erklärungen. Nach dem dramatischen Ausscheiden im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Bayern (3:4) hat Kylian Mbappé mit deutlichen Worten reagiert. Der Starstürmer, der selbst traf, sprach von einer „enttäuschenden“ Niederlage und forderte eine schmerzhafte Selbstreflexion. Doch er schloss auch einen schnellen Wiederaufstieg nicht aus: „Im Bernabéu war Scheitern nie eine Option, und wird es nie sein.“

Die kostbare henkelpott-träume zerplatzen
Für Mbappé ist es die zweite Saison in Madrid, ohne die begehrte Trophäe. Seine bisherige Bilanz mit den Königlichen – UEFA-Supercup und FIFA-Weltpokal – wirkt im Vergleich zu seinen Ambitionen fast schmählich. Insgesamt hat der 27-Jährige nun zehn Champions-League-Anläufe hinter sich, doch der ganz große Triumph will sich ihm weiterhin verwehren.
Seine individuelle Klasse ist unbestritten. Im Münchner Duell erzielte er sein 70. Champions-League-Tor in nur 98 Spielen – damit reiht er sich als drittschnellster Spieler in eine illustre Riege ein. Seine Quote in der laufenden Saison war beeindruckend, doch am Ende zählte das wenig.
Es ist ein trauriger Spiegel für einen Spieler, der in Paris bereits einmal am FC Bayern im Finale scheiterte. Auch mit Monaco und PSG verpasste er den erhofften Coup. Mbappés Name taucht nun neben dem von Ronaldo, Buffon, Matthäus und Ibrahimovic auf – einer Liste von Weltklassespielern, denen der Champions-League-Sieg bisher versagt blieb. Ein bitteres Erbe.
Die Allianz Arena wurde zum Schauplatz einer verpassten Chance. Madrid führte zur Halbzeit noch mit 3:2, doch am Ende war es ein 4:6 im Gesamtscore. Mbappé selbst hatte mit seinem Tor nach Vorlage von Vinícius Júnior für Hoffnung gesorgt, doch es reichte nicht. Die Enttäuschung steht ihm ins Gesicht geschrieben.
Die Frage, die nun in Madrid und bei den Fans auf der Zunge liegt, ist: Kann Mbappé mit dieser Mannschaft wirklich erfolgreich sein? Oder wird er für immer Teil dieser illustren Gruppe bleiben, die trotz aller individuellen Fähigkeiten den ganz großen Traum verpassen musste?
