Mbappé: französische fans drehen durch – deschamps verteidigt superstar!

Ein Sturm der Empörung tobt in Frankreich! Kylian Mbappé, der gefeierte Star, steht plötzlich im Kreuzfeuer öffentlicher Kritik. Während er im Verein reihenweise Tore schießt, wird er im Nationalteam für seine vermeintliche mangelnde Defensivarbeit und fehlende Konstanz abgestraft. Ein Zustand, der nicht nur die Fans, sondern auch den französischen Nationaltrainer Didier Deschamps zunehmend verunsichert.

Die unerbittliche jagd auf den superstar

Die Erwartungen an Mbappé sind schlichtweg astronomisch. Nach seinem Wechsel von Paris St. Germain – ohne Ablöse wohlgemerkt – wird ihm ein fast unglaubliches Portfolio an Erfolgen zugeschrieben. Dass er mit Real Madrid lediglich eine Supercopa und einen Intercontinental Cup gewann, wird ihm in Frankreich übel genommen. Dabei hat sein Ex-Klub PSG in den letzten zwei Jahren zwei Champions League Titel gefeiert. Der Druck ist enorm, und die Medien scheinen Mbappé ins Visier genommen zu haben. Schon im Mai, während einer Verletzungspause, sorgte ein Urlaub in Sardinien für einen Medienrummel, der weit über das sportliche hinausging.

Ein unglücklicher Urlaub? Auch ein Aufenthalt in Madrid, im Rahmen eines vom Verband gewährten freien Tages, wurde zu einem Anlass für Kritik. Ein regelrechter Medienlynch mob, der Deschamps und seine Mannschaft sichtlich zu verärgern scheint. Sie wollen, dass der Kapitän vor dem ersten Spiel gegen Senegal in Ruhe konzentriert arbeiten kann.

Deschamps

Deschamps' klare ansage: „mbappé ist kein torwart!“

Der Trainer zeigte sich in der Pressekonferenz unmissverständlich: „Denken Sie wirklich, ich bin verrückt und stelle ihn im Sturm auf? Wenn ja, dann sind auch die Trainer von Real Madrid und PSG dumm, die ihn als Mittelstürmer eingesetzt haben!“. Deschamps betonte, dass Mbappé gelernt hat, mit Kritik umzugehen – sowohl mit der berechtigten als auch mit der ungerechten. Er wies darauf hin, dass Mbappé, wie jeder Top-Spieler, für die Erfolge und Misserfolge der Mannschaft verantwortlich gemacht wird. „Aber Mbappé zu sein, bedeutet eben auch, dass die Leute immer auf der Suche nach einem Schuldigen sind.“

Ousmane Dembélé, der amtierende Ballon d'Or Gewinner, sprang für seinen Teamkollegen ein. „Die Leute sind ungerecht zu ihm. Wir messen ihm zu hohe Ansprüche, nur weil er Kylian Mbappé ist. Er ist ein unglaublicher Spieler, ein wunderbarer Mensch. Manchmal überschätzen wir es einfach, ihn zu kritisieren. Ob er sich die Schuhe schnürt oder die Socken hochzieht – es gibt immer etwas, das nicht stimmt. Das ist zu viel! Er ist schließlich auch nur ein Mensch.“ Seine Worte verleihen der Verteidigung von Mbappé zusätzliches Gewicht.

Mbappé selbst scheint von der Kritik wenig beeindruckt. Bei der letzten Trainingseinheit zeigte er sich besonnen und konzentriert, präsentierte beeindruckende Ballkontrolle und traf mehrfach ins Tor. Sein Ziel ist klar: Er will bei der Weltmeisterschaft wieder glänzen und den Klose-Rekord für die meisten Tore in einem WM-Turnier knacken. Mit vier weiteren Toren würde er Klose übertrumpfen, doch er muss sich auch dem ebenfalls ehrgeizigen Lionel Messi stellen, der aktuell bei 13 WM-Toren liegt.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob Mbappé die Kritik überwinden und seine außergewöhnliche Klasse auf dem Platz beweisen kann. Denn eines ist sicher: Frankreich braucht seinen Kapitän in Topform, wenn es in Katar erfolgreich sein will. Die Zeit drängt.