Max schmidt bleibt: dormagens dankeschön an den jungen rückraum-shooter

Der TSV Bayer Dormagen verliert Jan, behält Max – und das ist kein Trolpreis. Während Kreisläufer Jan Schmidt den Verein Richtung Hamburg verlässt, unterschreibt Bruder Max frisch und fröhlich bis 2029. Die Botschaft: Vertrauen zieht hier mehr als Blut.

Warum der verzicht auf den älteren schmidt wehtut

Jan Schmidt galt als Herzstück der Abwehr, als Sprachrohr auf und neben dem Feld. Ohne ihn fehlt nicht nur ein 1,98-Meter-Block, sondern auch die laute Stimme in der Kabine. Trainer Julian Bauer muss die Lücke stopfen, bevor die 2. Bundesliga wieder loslegt.

Doch statt zu jammern, setzt der Klub auf Konstanz. Max Schmidt, 21, Rückraummittel, unterschreibt vorzeitig bis Sommer 2029. Die Ablöse für Jan? Vereinsintern heißt es, sie fließt in die Akademie – und damit indirekt in Max’ weitere Ausbildung.

Die zahlen hinter dem vertrag

Die zahlen hinter dem vertrag

19 Treffer in 23 Partien, 62-prozentige Zweikampfquote, 1,85-Meter-Anwuchs – Statistiken, die keinen Hype erzeugen, aber Bauer überzeugen. „Er trifft sich selbst, bevor er den Gegner sucht“, sagt der Coach. „Diese Selbstreflexion ist im Alter rar.“

Max selbst redet nicht lange. „Ich bin Dankeschuld“, sagt er und meint damit die Chance, statt Studium und Nebenjob direkt Profiluft zu schnuppern. Die Familie Schmidt wird künftig also nur noch aus einer Perspektive auf dem Feld vertreten sein – aber dafür mit Langzeitperspektive.

Der TSV Bayer Dormagen sichert sich Kontinuität, der junge Schmidt eine Heimat. Und Jan? Der bekommt in Hamburg dieselbe Chance, die seinem Bruder hier zuteil wurde: Vertrauen als Zahlungsmittel. Im Leben wie im Handball zählt manchmal nicht der Name auf dem Rücken, sondern das Datum auf dem Vertrag. 30. Juni 2029 – ein Datum, das in Dormagen bereits jetzt wie ein Sieg klingt.