Matías almeyda mit sperre: sevilla legt einspruch ein
Erneute strafe für matías almeyda
Der argentinische Trainer Matías Almeyda vom FC Sevilla ist erneut vom Disziplinarausschuss der RFEF (Real Federación Española de Fútbol) gesperrt worden. Nach Auswertung der Einwände gegen den Bericht von Schiedsrichter Iosu Galech Apezteguía wurde Almeyda für sieben Spiele gesperrt. Der Verein kündigte an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.

Zweite rote karte in laliga
Dies ist bereits die zweite rote Karte für Almeyda in seiner ersten Saison als Trainer in LaLiga. Zuvor hatte er bereits im Bernabéu zwei gelbe Karten erhalten. Die erste Verwarnung erfolgte wegen „wiederholten und aufdringlichen Kommentaren zu einer meiner Entscheidungen“. Die zweite, im Tunnel zu den Umkleidekabinen, aufgrund „wiederholter und aufdringlicher Äußerungen, nach vorherigen Ermahnungen“.

Historischer vergleich: ähnliche fälle in der vergangenheit
Um die Strafe in Relation zu setzen, muss man in der Geschichte der spanischen Fußballligen zurückblicken. Im August 2014 wurde Diego Pablo Simeone, ein enger Freund und ehemaliger Zimmerkollege von Almeyda in der argentinischen Nationalmannschaft, für acht Spiele gesperrt. Der Grund: Er hatte dem Vierten Offiziellen während eines Spiels der Supercopa de España zwei Ohrfeigen gegeben.

Die sperre von simeone im detail
Die Strafe gegen Simeone verteilte sich auf vier Sanktionen: vier Spiele für die Ohrfeigen, zwei für Proteste, eines für das Abpfeifen der Schiedsrichterentscheidung und ein weiteres, weil er nach seiner Roten Karte auf die Tribüne ging. Obwohl der Einspruch die Strafe nicht reduzierte, galten vier der Spiele für die Supercopa und waren somit verjährt, als Atlético Madrid 2020 erneut teilnahm.
Weitere trainer mit hohen strafen
Auch andere Trainer wurden in der Vergangenheit für ihr Verhalten gesperrt. Hier eine Übersicht:
- Javier Aguirre (Espanyol, 2014): 4 Spiele, wegen unflätiger Äußerungen gegenüber dem Schiedsrichter.
- Juan Antonio Anquela (Numancia, 2015): 6 Spiele (zweite Liga) und eine Geldstrafe von 3.005 Euro.
- Txetxu Rojo (Athletic Club, 2000): 9 Spiele, nach einer Auseinandersetzung mit dem Schiedsrichter im Tunnel.
- Bernd Schuster (Málaga, 2014): 3 Spiele.
- Carlos Pouso (Mirandés, 2012): 6 Spiele (zweite Liga).
- Enrique Martín (Leganés, 1999): 10 Spiele, wegen des Fangs eines Balles im Spielfeld.
Die entscheidung und mögliche konsequenzen
Die sieben Spiele Sperre für Matías Almeyda stellen eine deutliche Strafe dar. Der Verein FC Sevilla wird sich nun intensiv mit der Berufung auseinandersetzen, um eine Reduzierung der Strafe zu erreichen. Die kommenden Spiele werden zeigen, wie sich die Abwesenheit des Trainers auf die Leistung der Mannschaft auswirken wird. Als leidenschaftlicher Sportliebhaber hoffe ich auf eine faire Entscheidung und einen spannenden Verlauf der Saison.
