Matías almeyda mit sieben spielen sperre: sevilla legt einspruch ein
Erneute strafe für matías almeyda
Der argentinische Trainer Matías Almeyda vom FC Sevilla ist vom Disziplinarausschuss der RFEF (Real Federación Española de Fútbol) für sieben Spiele gesperrt worden. Die Strafe folgt auf eine Rote Karte, die ihm im Spiel gegen Real Madrid gezeigt wurde. Der Verein hat bereits angekündigt, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Dies ist bereits die zweite Rote Karte für Almeyda in seiner ersten Saison in LaLiga.

Der vorfall im bernabéu
Die erste Gelbe Karte erhielt Almeyda von Schiedsrichter Muñiz Ruiz für "hartnäckige Bemerkungen zu einer meiner Entscheidungen". Die zweite, entscheidende Verwarnung erfolgte "für hartnäckige Bemerkungen im Spielertunnel, nachdem er bereits mehrfach gewarnt wurde". Diese führte direkt zur Roten Karte und der anschließenden Sperre.

Historischer vergleich: längere sperren in laliga
Um ähnliche Strafen für Trainer in LaLiga zu finden, muss man bis ins Jahr 2014 zurückblicken. Diego Pablo Simeone, ein enger Freund und ehemaliger Zimmerkollege von Almeyda in der argentinischen Nationalmannschaft, wurde damals für acht Spiele gesperrt, nachdem er im Supercup gegen Real Madrid den Vierten Offiziellen zweimal ins Gesicht geschlagen hatte. Die Strafe umfasste auch Sanktionen für Proteste und unsportliches Verhalten.

Weitere beispiele für trainer-sperren
Weitere Trainer, die in der Vergangenheit mit längeren Sperren belegt wurden, sind:
- Javier Aguirre (Espanyol, 2014): Vier Spiele aufgrund verbaler Ausfälle gegen den Schiedsrichter.
- Juan Antonio Anquela (Numancia, 2015): Sechs Spiele in der Segunda División, zusätzlich Geldstrafen für ihn und den Verein.
- Txetxu Rojo (Athletic Club, 2000): Neun Spiele nach einer Auseinandersetzung mit dem Schiedsrichter im Tunnel.
- Bernd Schuster (Málaga, 2014): Drei Spiele.
Ungewöhnliche fälle und maximale strafen
In der Segunda División gab es ebenfalls bemerkenswerte Fälle. Carlos Pouso (Mirandés, 2012) wurde für sechs Spiele gesperrt. Besonders hervorzuheben ist der Fall von Enrique Martín (Leganés, 1999), der für zehn Spiele gesperrt wurde, weil er einen Ball während des Spiels abfing. Die Kommission begründete dies mit einer "besonderen Verantwortung für die Aufrechterhaltung der sportlichen Ordnung und die Spielentwicklung".
Sevilla bereitet berufung vor
Der FC Sevilla zeigt sich mit der Entscheidung des Disziplinarausschusses nicht einverstanden und wird Berufung einlegen. Es bleibt abzuwarten, ob die Sperre von sieben Spielen für Matías Almeyda reduziert wird. Die kommenden Spiele werden zeigen, wie sich die Abwesenheit des Trainers auf die Leistung des Teams auswirken wird.
