Masters-drama in augusta: rose verpasst den triumph knapp!
Augusta National – Die Luft in Augusta war zum Greifen dicht, die Spannung knisterte förmlich. Rory McIlroy krönte sich zum zweiten Mal in seiner Karriere zum Masters-Champion, doch hinter ihm brodelte es vor Enttäuschung, Frustration und verpassten Chancen. Ein Turnier voller Wendungen, in dem Träume zerplatzten und Erwartungen jäh gestoppt wurden.
Garcia verliert die nerven, reed scheitert früh
Sergio Garcia, der 2017 hier triumphierte und über die LIV-Tour zurückkehrte, hatte einen rabenschwarzen Tag. Nach einem unglücklichen Drive am zweiten Loch zerstörte er in Wut seinen Driver am Kühlschrank – ein Bild, das die Frustration des Spaniers perfekt verkörperte. Die Organisatoren nahmen ihn daraufhin zur Rede. Ein Zeichen dafür, dass die immense Belastung des Masters auch Routiniers zu Opfer fallen kann.
Auch Patrick Reed, der 2018 bereits die grüne Jacke in den Händen hielt, musste seine Hoffnungen früh begraben. Nach soliden ersten beiden Runden verlor er am 13. Loch drei Schläge und verabschiedete sich frühzeitig vom Turniergeschehen. Ein bitteres Ende für den Amerikaner, der in der Vorsaison noch mit zwei Siegen in die Saison gestartet war.

Rose's tragödie: die verpasste chance
Doch der größte Schrecken traf Justin Rose. Der Brite, der in zwanzig Masters-Teilnahmen bereits dreimal Zweiter wurde – darunter ein knapp verlorenes Duell mit Garcia 2017 und eine bittere Niederlage gegen McIlroy im Vorjahr – sah sich erneut der Ziellinie knapp entgegengeworfen. Er startete mit einem starken -8 ins Turnier und übernahm nach neun Birdies am Sonntagmorgen die Führung. Ein magischer Chip aus dem Wald zur 7, ein sensationeller Annäherungsversuch zur 13 – Rose spielte wie im Rausch. Er schien dem Triumph so nah, doch die grüne Jacke sollte ihm erneut verwehrt bleiben. Die Verpasste Chance nagt am Selbstvertrauen des erfahrenen Golfers.
Cameron Young und Sam Burns konnten ebenfalls nicht überzeugen. Young führte lange Zeit das Feld an, verlor dann aber im Finale die Kontrolle. Burns kämpfte zwar, blieb aber hinter seinen Möglichkeiten zurück. Ein schwaches Debüt für Bryson DeChambeau, der bereits im Vorjahr gegen McIlroy unterlag, krönte seine enttäuschende Leistung mit einem frühen Aus.
Fred Couples, eine Legende des Augusta National, musste ebenfalls die Segel streichen. Drei Bälle im Wasser zwischen den Löchern 15 und 16 im ersten Durchgang kosteten ihm den Einzug ins Wochenende. Eine bittere Pille für den 63-Jährigen, der einst als ältester Spieler den Cut erreichte.
McIlroy hat bewiesen, dass er zu den besten Golfern der Welt gehört, aber die Geschichten der anderen Spieler zeigen, wie grausam das Masters sein kann. Es ist ein Turnier, das nicht nur Können, sondern auch Nervenstärke und eine gehörige Portion Glück erfordert.
Die Augen sind nun auf das nächste Jahr gerichtet, auf ein neues Feld an Herausforderern und auf die Hoffnung, dass die grüne Jacke endlich in andere Hände übergeht. Denn eines ist klar: Augusta National lässt niemanden unberührt.
