Martín blickt nach assen: yamaha-gerüchte und aprilia-vertrauen

Jorge Martín, der derzeitige MotoGP-Pilot von Aprilia, lässt die Zukunftsperspektiven in Richtung Yamaha vorerst links liegen und konzentriert sich voll und ganz auf den bevorstehenden Grand Prix in Assen. Währenddessen bekräftigt er sein Vertrauen in die italienische Werk, obwohl ein Wechsel in der Fahrerpaarung bevorsteht.

Bagnaia wünscht dem rivalen alles gute

Bagnaia wünscht dem rivalen alles gute

Pecco Bagnaia, der ehemalige Aprilia-Pilot, äußerte sich überraschend herzlich zu Martín. Er schickte ihm seine besten Wünsche für die Zukunft und drückte seine Freude über Martín’s Erfolge aus. “Ich werde mich immer über Pecco freuen. Er ist ein großartiger Mensch und ein großartiger Pilot. Ich wünsche ihm nur das Beste für seine Zukunft”, so Bagnaia. Eine Rücksprache bezüglich eines möglichen Wechsels zu Aprilia gab es jedoch nicht. Bagnaia betonte, dass er keine Notwendigkeit sah, Martín um Rat zu fragen.

Martín selbst scheint die Spekulationen um seine Zukunft derzeit zu ignorieren. “Ich habe keine Ahnung, was die Zukunft bringt. Das liegt außerhalb meiner Kontrolle und beschäftigt mich im Moment nicht wirklich. Ich möchte mich auf diese Saison konzentrieren”, erklärte er. Das Ziel ist klar: Er will das Maximum aus der aktuellen Saison herausholen und seine Leistung verbessern, auch wenn er gesteht, dass er noch nicht ganz die gewünschten Gefühle mit dem Motorrad hat.

Ein Schlüsselfaktor für Martín’s Erfolg liegt in der Wiedererlangung des optimalen Fahrgefühls. “Wir haben bis Le Mans sehr gut gearbeitet, immer versucht, uns zu verbessern und den Team meine Anforderungen an die Maschine zu kommunizieren. Nach Le Mans haben wir eine gute Basis gefunden, doch in den letzten Rennen fühlt sich die Konfiguration nicht mehr richtig an. Wir müssen wieder in diesen Lernmodus zurückkehren, als würden wir ständig Testfahrten absolvieren.”

Besonders auf der Bremse kämpft Martín derzeit mit einem Mangel an Vertrauen. “Das ist der Bereich, in dem ich am meisten Schwierigkeiten habe. Sobald ich die Bremse loslasse, kann ich gut einlenken und beschleunigen, der Grip ist gut. Aber ich brauche mehr Vertrauen und ein besseres Gefühl für das Vorderrad.” Trotz dieser Herausforderungen bekräftigt Martín sein Vertrauen in Aprilia und das Team um Massimo Rivola und Fabiano Sterlacchini. “Ich bin zuversichtlich, dass das Team mir alle Werkzeuge zur Verfügung stellen wird, um um den Titel zu kämpfen.”

Die Ducati-Partnerschaft von Marc Márquez und Pedro Acosta im Jahr 2027 wird als “ein starkes Team” bezeichnet. Martín erwartet, dass Márquez sofort zu einem ernsthaften Herausforderer wird und hofft, dass Acosta ebenfalls mit großem Ehrgeiz und Leistungsbereitschaft in die Saison gehen wird.

Für den Grand Prix von Assen rechnet Martín mit einem offenen Rennen. “Alles ist sehr offen. Wir werden sehen, wie es sich auf der Strecke entwickelt. Aprilia war im letzten Jahr hier sehr konkurrenzfähig, aber wir haben jetzt ein anderes Motorrad. Auf manchen Strecken lief es vorher besser, auf anderen schlechter. Aber ich erinnere mich, dass ich 2024 hier wettbewerbsfähig war und zwei zweite Plätze belegte. Ich denke, wir werden die Geschwindigkeit haben, um vorne mitzumischen.”

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