Marsella-chaos: 10-km-lauf wird zur farce!
Ein Schock für die Läufer: Der Halbmarathon in Marseille vom vergangenen Sonntag war alles andere als ein sportlicher Erfolg. Statt einer neuen Bestzeit für die französischen Meisterschaften erlebten die Teilnehmer eine Reihe von Pannen und organisatorischen Fehltritten, die für heftige Kritik sorgten.

Die strecke: 300 meter zu kurz
Der Knall kommt danach: Die Organisatoren mussten einräumen, dass die 10-km-Strecke tatsächlich um rund 300 Meter kürzer war als vorgesehen. Ein vermeintlicher „Navigationsfehler“ führte zu dieser erheblichen Abweichung. Das betrifft nicht nur den 10-km-Lauf, sondern auch die 5-km-Distanz. Für ambitionierte Sportler, die auf eine gute Zeit spekulierten, um sich für die französischen Meisterschaften zu qualifizieren, ist das ein herber Rückschlag. Die Läufer fühlen sich betrogen, denn ihre Trainingsleistungen und Hoffnungen wurden durch diesen Fehler zunichte gemacht.
Doch damit nicht genug. Die Startzeit des Rennens wurde um mehr als 20 Minuten verschoben. Begründung der Veranstalter: Fahrzeuge hätten die Strecke blockiert und eine vorherige Räumung sei notwendig gewesen. Ein unprofessioneller Auftritt, der bereits für Unmut sorgte, bevor überhaupt ein Fuß über die Ziellinie gebracht wurde.
Auch an den Verpflegungsstationen gab es Probleme. Einige Läufer berichteten, dass diese schwer zu finden oder gar nicht erreichbar waren. „Es gab zwar eine Verpflegungsstation am sechsten Kilometer, aber sie war vielleicht im Trubel der Veranstaltung schwer zu erkennen“, so die Organisatoren. Ein weiteres Ärgernis für die Sportler.
Die ASPTT Marseille, zuständig für die Veranstaltung, nimmt die Kritik „sehr ernst“ und verspricht, Maßnahmen zu ergreifen, um zukünftig eine „noch bessere und sicherere Erfahrung“ zu bieten. Ob diese Zusagen die enttäuschten Teilnehmer beruhigen können, bleibt abzuwarten. Die Wahrheit ist: Ein Marathon sollte ein Fest des Sports sein, nicht eine Aneinanderreihung von Fehlern und Enttäuschungen. Die Organisatoren haben hier viel aufzuholen, um das Vertrauen der Läufer zurückzugewinnen.
