Márquez triumphiert in ungarn – doch der kampf geht weiter!

Marc Márquez hat beim Großen Preis von Ungarn in Balaton Park einen beeindruckenden Sprint-Sieg gefeiert. Doch der Spanier betont: Der Kampf um die MotoGP-Weltmeisterschaft ist noch lange nicht entschieden. Ein Triumph der Nerven, der trotz körperlicher Einschränkungen einen Hoffnungsschimmer für die Zukunft entfacht.

Die rückkehr des alten márquez

Die rückkehr des alten márquez

Márquez wirkte nach dem Sieg alles andere als euphorisch, sondern vielmehr nachdenklich. „In drei Tagen ändert sich der Körper nicht, aber wir haben die Strecke gewechselt“, erklärte er. Ein entscheidender Faktor sei die Verbesserung auf der linken Seite, wo er sich wieder „wie früher“ fühle. Diese Erkenntnis ist besonders wichtig, da er zu Beginn der Saison innerhalb der Ducati-Konkurrenz Schwierigkeiten hatte, in Kurven von links schneller zu sein – ein Bereich, in dem er in der Vergangenheit stets brilliert hat.

Die Strategie für den Sprint war klar: „Am Anfang pushen, alles geben und dann überleben und managen.“ Ein Plan, der perfekt funktionierte. Doch der Blick gilt bereits der Hauptrennen am Sonntag. „Ich würde mir ein Podium wünschen“, so Márquez. Allerdings räumt er ein, dass er sich morgen noch stärker auf seine körperlichen Grenzen konzentrieren muss. „Die Beine lassen nach, aber der Kopf arbeitet weiter. Ein falscher Moment, eine Fehlbewegung, und es kann wieder passieren, wie in Le Mans.“

Die Konkurrenz schläft nicht. Acosta und Bezzecchi demonstrierten eindrucksvoll, dass Márquez sich auf heiße Duelle einstellen muss. „Die Jungen kommen mit frischen Kräften, mit Talent, mit Elan“, so Márquez über den aufstrebenden Acosta. „Sie werden dich immer weiter pushen, bis du irgendwann an deinen Grenzen stehst.“

Ein Zwischenfall im Qualifying verdeutlichte zudem Márquez’ aktuellen Zustand: Ein versehentliches Ziehen am Kupplunghebel in einer Bremsphase führte zu einem Sturz. „Ich habe mich gefragt, was ich da tue“, gab er zu. Ein kleiner Fehler, der teuer hätte werden können. Glücklicherweise blieb die Maschine unversehrt.

Márquez blickt nach vorn, ohne dabei die Gegenwart aus den Augen zu verlieren. „Ich bin hier, um nächstes Jahr zu fahren“, betonte er. Und mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Man muss atmen können, um denken zu können. Und wenn man atmen kann, dann kann man auch gewinnen.“

Obwohl die WM-Führung noch in weiter Ferne liegt, glaubt Márquez an eine positive Entwicklung. „Wir bauen für die Zukunft, versuchen zu genießen. Heute habe ich das getan, morgen können wir eine andere Geschichte erzählen.“