Márquez dominiert freies training in brno – stürze und technik-pannen!
Brno – Marc Márquez hat im ersten freien Training zur Tschechischen Republik im MotoGP-Grand-Prix in Brno eine beeindruckende Vorstellung gezeigt und die Konkurrenz bereits im Vorfeld klar in Schach gehalten. Obwohl ein Sturz in seine Session fiel, sicherte sich der Spanier die Spitze mit deutlichem Vorsprung und demonstrierte seine unbestrittene Dominanz auf dem Autodrom.
Crutchlow springt ein, zarco trainiert
Die Bedingungen waren optimal: Sonne, strahlender Himmel und Temperaturen von 27 Grad in der Luft und 38 Grad auf der Strecke sorgten für perfekten Grip. Cal Crutchlow vertritt weiterhin Johann Zarco auf dem LCR Honda – der Franzose befindet sich zwar in Training, eine Operation am linken Knie steht aufgrund der Befürchtung von Infektionen noch aus. Im Hintergrund beobachtete Francesco Guidotti, der neue Teammanager von Trackhouse Aprilia ab 2027, die Abläufe. Er wird Davide Brivio ablösen, der zu Honda wechselt, wobei Wakase als Teamchef und Alberto Puig als Berater fungieren werden.
Doch das Training war nicht ohne Zwischenfälle. KTM musste sich mit zwei Stürzen von Pedro Acosta in Kurve 9 und Maverick Viñales auseinandersetzen. Auch Diogo Moreira kam in Kurve 8 ab, und Bezzecchi verlor die Kontrolle über seinen Aprilia in der Auslaufzone, konnte das Motorrad aber problemlos wieder unter Kontrolle bekommen. Ein weiteres Detail: fast alle Piloten starteten mit weichem Vorder- und mittlerem Hinterreifen.
Ducati unter Márquez-Druck
Anfangs dominierten Ducati-Piloten wie Aldeguer, Bagnaia und Di Giannantonio die Zeitenlisten. Doch Márquez forcierte seine Rundenzeiten und legte eine außergewöhnliche Runde hin, die seinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten auf sechs Zehntelsekunden ausbaute – eine deutliche Steigerung seiner Bestzeit aus dem Vorjahr. Jorge Martín nutzte derweil die Gelegenheit, um die sogenannte „Long Lap“-Strafzone zu üben, da er im Rennen am Sonntag aufgrund seiner Verwicklung in den Startunfall in Ungarn zweimal durch diese fahren muss.
Die Rückkehr von Álex Márquez auf eine MotoGP-Strecke nach 33 Tagen seines schweren Unfalls in Barcelona stand ebenfalls im Fokus. Er erhielt zwar das medizinische Go, wird aber nach diesem Training nochmals untersucht – der Arzt Charte überwachte ihn im Boxengang, wobei der Einsatz als Testlauf zur Wiederherstellung seiner körperlichen Fitness verstanden wurde. Auch Raúl Fernández hatte am Mittwoch mit einer Entzündung der Blinddarms Probleme, ein operativer Eingriff konnte jedoch vermieden werden.
Technische Probleme bei Martinator
Martinator unterbrach ebenfalls eine Übung der „Long Lap“-Kurve 7 aufgrund eines technischen Defekts und musste seinen Aprilia wenige Meter weiter absetzen. In den letzten Minuten wechselten mehrere Fahrer auf mittlere Vorderreifen, die für mehr Stabilität zu sorgen schienen und somit die Lücke zu Márquez zu verringern versuchten. Dazu gehörten Raúl, Ogura, Quartararo und Mir.
Ein weiterer Rückschlag für Márquez folgte in Kurve 7, als er stürzte – der achte Sturz der Saison. Obwohl er ohne Verletzungen davonkam, konnte er die Auslaufzone nicht verlassen. Trotzdem konnte sich niemand an Márquez annähern – die Konkurrenz blieb hinter dem amtierenden Champion zurück.

Moto3 und moto2: deutsche erfolge
Im Moto3-Bereich setzte Danish bereits im ersten freien Training einen neuen Streckenrekord, der Almansa um drei Zehntelsekunden distanzierte. Carpe belegte den dritten Platz. Der Tabellenführer Quiles landete auf dem fünften Platz, gefolgt von Joel Esteban (sechster), Adrián Fernández (zehnter), Ríos (elfter), Brian Uriarte (zwölfter), Cruces (dreizehnter) und Marcos Uriarte, der David Muñoz vertritt (siebzehnter).
In der Moto2-Klasse zeigte Manu González seine Dominanz und sicherte sich den ersten Platz vor dem heimischen Favoriten Salac. Dani Holgado belegte den dritten Platz. Ein hervorragender fünfter Platz gelang Rueda, dem ehemaligen Moto3-Champion von 2025. David Alonso belegte den siebten Platz, Izan Guevara den achten, Dani Muñoz den zehnten, Escrig den elften, Ortolá den zwölften, García Dols den siebzehnten, Ferrández den neunzehnten, Huertas den zwanzigsten, Canet den einundzwanzigsten, Piqueras den vierundzwanzigsten, Alonso López den fünfundzwanzigsten und Zurutuza den siebenundzwanzigsten Platz.
Die Konkurrenz muss sich eingestehen: Márquez hat in Brno die Segel gesetzt. Ein deutliches Signal an die gesamte MotoGP-Gemeinschaft.
