Marokkos fußball-geheimnis: benatia enthüllt die erfolgsfaktoren!
Marokko hat die Welt im Sturm erobert und sensationell die Semifinales der WM erreicht. Doch was steckt hinter diesem beeindruckenden Erfolg? Der ehemalige Verteidiger Medhi Benatia, ein Mann, der selbst in der italienischen Serie A Erfolge feierte, hat nun in einem Interview die Geheimnisse der marokkanischen Nationalmannschaft gelüftet. Eine Zukunft, die mehr als nur Fußball verspricht.
Die revolution in salé: die akademie mohammed vi
Benatia betont, dass der Erfolg nicht von ungefähr kommt. „Es ist eine Generation von Talenten, die die Fédération hervorragend gefördert hat“, so der frühere Juve-Star. Doch der entscheidende Wendepunkt sei die Eröffnung der Akademie Mohammed VI in Salé gewesen. Diese hochmoderne Einrichtung habe nicht nur Ounahi, Aguerde und En-Nesyri hervorgebracht, sondern lege vor allem Wert auf die Entwicklung des Menschen hinter dem Spieler. „Wir bilden hier Menschen und Spieler aus“, erklärt Benatia.

Hakimi als weltklasse: vergleich mit cafu und maicon
Ein besonderes Lob gilt Achraf Hakimi, der laut Benatia zu den besten Außenverteidigern der Welt gehört. „Für mich ist er auf dem Niveau von Cafu oder Maicon“, so der Experte. „Allerdings trifft er noch mehr Tore als diese beiden – 10 bis 15 pro Saison – und spielt dabei auch im Mittelfeld und als Stürmer. Sein Leistungsniveau ist konstant, selbst bei über 60 Spielen pro Saison.“

Bouaddi: der kommende superstar
Neben den etablierten Spielern sieht Benatia auch in jungen Talenten großes Potenzial. „Bouaddi hat die Bühne jetzt erobert, er ist ein zukünftiger Champion“, schwärmt Benatia. „Und Ait Boudlal, ein zentraler Verteidiger, der bei Rennes spielt, ist ein 2006er Jahrgang von außergewöhnlicher Stärke.“

Die schwächen: zynischer werden im strafraum
Trotz des beeindruckenden Erfolgs sieht Benatia auch Verbesserungspotenzial. „Die Technik ist hervorragend, aber es fehlt manchmal die Kaltschnäuzigkeit im Strafraum“, so der ehemalige Verteidiger. „Gegen Brasilien hätten wir nachlegen müssen, um das Spiel nicht zu gefährden.“

Kein italien im wm-kampf: ein stich ins herz
Benatias Herz schlägt weiterhin für Italien, doch er bedauert das frühe Aus der Squadra Azzurra. „Es ist ein Stich ins Herz, Italien hat mir alles gegeben“, gesteht er. „Leider sind die besten italienischen Stürmer nicht auf dem Niveau der Reservisten im Angriff der französischen Nationalmannschaft.“
Ounahi und bouaddi: talente für die bundesliga?
Benatia hält sich ein Lachen: „Ounahi ist sehr gut, aber Bouaddi ist etwas Besonderes. Er ist ein Star, ein Spieler, der nur selten geboren wird. Er hat eine unglaubliche Reife, taktisches Verständnis und Persönlichkeit. Er wirkt wie ein 300-Spiele-Mann, obwohl er erst 2007 geboren wurde. Er ist schon jetzt 100 Millionen Euro wert, in Italien wird er aber nicht spielen – er ist zu teuer.“
Der Blick nach vorne ist klar: Marokko kann alles anstreben. Die Mannschaft spielt traumhaften Fußball. Die Zukunft wird zeigen, wie weit sie kommen kann.
