Marlin klein: deutsche nfl-hoffnung am rande des durchbruchs!
Pittsburgh fiebert – und Deutschland hält den Atem an. Am Wochenende entscheidet sich, ob Marlin Klein, der gebürtige Kölner, seinen Traum von der NFL in Erfüllung gehen lässt. Der Tight End der Michigan Wolverines steht kurz davor, als erster deutscher Spieler seit Jahren in der prestigeträchtigen Liga Fuß zu fassen.
Ein leben für den traum: von köln in die usa
Klein, dessen vollständiger Name Marlin Schäfer Klein lautet, hat sein Leben dem Football verschrieben. „Mein Plan A war immer: Ich ziehe in die USA und schaffe es in die NFL. Und Plan B war, dass Plan A läuft“, bekennt der 23-Jährige im SID-Interview. Diese kompromisslose Einstellung hat ihn von den Bolzplätzen des 1. FC Köln, wo er einst als Lukas Podolski-Nachwuchs kickte, über die Cologne Crocodiles bis hin zu den amerikanischen Highschool- und College-Plätzen geführt.
Der Weg war alles andere als geradlinig. Nach einem internationalen Förderprogramm landete Klein in Georgia, wo er sich dem Football voll und ganz widmete. Sein Studium an der University of Michigan krönte er mit dem Gewinn der nationalen Meisterschaft und der Wahl zum Teamkapitän – eine ehrenvolle Auszeichnung, die er mit einem Augenzwinkern mit Tom Brady teilt, der ihm kürzlich riet, dass dieser Titel trotz sieben Super-Bowl-Ringen bis heute seine größte Ehre sei. „Das ist surreal, das ist geil“, gestand Klein bei RTL.

Der draft: ein poker um die zukunft
Nun steht der NFL Draft vor der Tür, ein jährliches Spektakel, bei dem die 32 Teams der Liga die besten Talente auswählen. Klein, der als vielversprechender Kandidat für den zweiten Tag der Veranstaltung gilt, hält die Nerven angesichts der Ungewissheit in Schach. „Still zu sitzen wird von Tag zu Tag härter“, so der Tight End, der am Wochenende mit Familie und Freunden in Ann Arbor eine nervenaufreibende Watchparty veranstalten wird.
Während Fernando Mendoza als Quarterback von den Las Vegas Raiders an Position eins gesetzt scheint, beginnt für Klein der eigentliche Poker. Er hat mit allen 32 Teams gesprochen und sich auf eine ungewisse Zukunft eingestellt. „Sollte ich undraftet gehen, dann ist das für einen Grund“, sagt er entschlossen. „Aber egal, welches Team mich bekommt: Das wird nicht gut für die anderen Teams.“
Neben Klein blicken auch sechs weitere deutsche Talente – Paul Rubelt, Mark Petry, Florian Stahler, Maurice Heims, Felix Leppen und Leo Blumentritt – gespannt auf den Draft. Doch Klein scheint eine Klasse für sich zu sein, ein Allrounder, der sein Team mit Leidenschaft und Können verstärken wird.

Ein traum, der die nation verbindet
Es wäre ein Märchen, wenn Klein in der ersten Runde gedraftet würde – insbesondere, wenn er neben Amon-Ra St. Brown bei den Detroit Lions spielen könnte, nur einen Katzensprung von seiner aktuellen Heimat entfernt und somit auch bei den NFL-Spielen in München dabei wäre. Doch selbst wenn es nicht im ersten Anlauf klappt, ist klar: Marlin Klein hat bereits bewiesen, dass mit harter Arbeit und unbändigem Willen Träume wahr werden können. Die Augen der deutschen Football-Fans sind auf ihn gerichtet – und die NFL hat einen neuen, aufstrebenden Star entdeckt.
