Marín: sport-ikone zieht sich zurück, startet aber durch!

Carolina Marín, die unangefochtene Königin des Badmintons, hat ihre Karriere beendet – doch damit ist ihre Geschichte bei Weitem noch nicht vorbei. Trotz des Abschieds von der Wettkampfbühne bleibt die spanische Sportlerin die am meisten bewunderte Persönlichkeit im Land, wie der aktuelle Sport+Entertainment Barometer belegt. Ein erster Abschied nahm Iberdrola, ihr langjähriger Partner, in Huelva, ihrer Heimatstadt.

Ein vermächtnis, das weiterlebt: marín gründet badmintonschule

Ein vermächtnis, das weiterlebt: marín gründet badmintonschule

Die Liste der Marken, die Marín im Laufe ihrer Karriere unterstützt haben, liest sich wie ein Who's Who der spanischen Wirtschaft: La Liga, Movistar, Banco de Santander, Toyota, Sanitas, Samsung, UCAM und Yonex gehörten zu ihren Wegbegleitern. Neuestes Mitglied ist Cantabria Labs. Ihr Manager, Ignacio García, beschreibt sie treffend: „Carolina ist ein Magnet für Marken. Sie verkörpert eine unbefleckte, positive Image. Sie ist wie ein Nadal im Damenbadminton.“ Eine Aussage, die angesichts ihrer Bewunderung für den Tennisstar Rafael Nadal, ihren größten Idol, durchaus zutrifft.

Zurück im legendären Huelva-Pabellon, wo ihre Karriere begann, wurde Marín nun zum ersten Mal nach ihrer Rücktritt geehrt. Doch anstatt in der Vergangenheit zu verweilen, blickt sie nach vorn. Gemeinsam mit Yonex plant sie die Gründung einer Badmintonschule in Huelva – ein Projekt, das ihr Vermächtnis bewahren und den jungen Talenten eine Chance geben soll. „The First Hit“, so der Name des Projekts, soll den Talenten den Start ermöglichen, denn das Talent ist überall zu finden – die Chancen eben nicht.

Die Zahl spricht für sich: Bereits am Freitag soll der Grundstein für die Akademie gelegt werden. Es ist ein Neubeginn, der an ihre eigene sportliche Reise erinnert. Marín, die aus bescheidenen Verhältnissen stammt, möchte nun anderen jungen Sportlern den Weg ebnen. “Der Weg begann in Huelva. Jetzt bekommen andere die Chance, von Null zu starten“, so die offizielle Ankündigung. Das Projekt „Legacy Tour Huelva“ soll die nächste Generation von Badmintonspielern in ihrer Heimatstadt fördern.

Das Ende einer Ära, ja. Aber auch der Beginn einer neuen, inspirierenden Aufgabe für Carolina Marín – eine Sportlerin, die weiterhin Maßstäbe setzt, auch außerhalb des Courts.