Maria verpasst titelverteidigung: rybakina setzt sich durch

London – Dramatische Niederlage für Tatjana Maria im Achtelfinale des Queen’s Clubs! Die gebürtige Saulgauerin, einst Sensation im letzten Jahr, musste sich Jelena Rybakina in einem spannungsgeladenen Match in drei Sätzen geschlagen geben. Der Traum von der Titelverteidigung ist damit geplatzt und Maria rutscht aus den Top 100 der Weltrangliste.

Ein kampf, der sich nicht ganz auszahlt

Ein kampf, der sich nicht ganz auszahlt

Maria, die sich über die Qualifikation ins Turnier kämpfte, zeigte von Beginn an eine beeindruckende Leistung. Ihr variantenreiches Spiel bereitete der Weltranglistenzweiten aus Kasachstan, Rybakina, lange Zeit große Probleme. Im ersten Satz gelang es Maria sogar, die Favoritin im Tiebreak zu bezwingen und einen starken Auftakt hinzulegen. Doch Rybakina, bekannt für ihre Power und ihr aggressives Spiel, konterte im zweiten Satz und nutzte ihre Vorteile, um das Momentum zu wenden.

Die zweite Satzgewinn sollte der Wendepunkt sein. Rybakina fand ihren Rhythmus, während Maria kämpferisch zwar alles in Bewegung setzte, aber an Präzision vermerklich einbüßte. Die gebürtige Russin, die nun für Kasachstan antritt, ließ nichts unversucht und zwang Maria zu zahlreichen Fehlern. Der entscheidende dritte Satz war dann eine klare Angelegenheit für Rybakina, die ihn glatt mit 6:0 gewann.

Was niemand so recht bemerkt hat: Im Vorjahr war Maria als Qualifikantin die Überraschung des Turniers. Ihr Triumph gegen Rybakina im Viertelfinale war der größte Erfolg ihrer Karriere. Dass die Veranstalter ihr in diesem Jahr keine Wildcard gaben, stieß ihren Ehemann und Trainer, Charles-Édouard Maria, offenkundig zur Kritik. Ein strategischer Fehler, wie sich nun zeigt, denn Maria hätte durchaus eine erneute Überraschung liefern können.

Die Niederlage bedeutet für Tatjana Maria nicht nur das Aus im Queen’s Club, sondern auch einen Rückschlag in der Weltrangliste. Ob sie sich schnell wieder zurückkämpfen kann, bleibt abzuwarten. Rybakina hingegen ist ihrerseits einen weiteren Schritt in Richtung des Titels weiter und demonstrierte eindrucksvoll ihre Ambitionen.

Die Zahl spricht für sich: Maria verliert gegen eine Gegnerin, die bereits Wimbledon und die Australian Open gewonnen hat. Ein starkes Statement von Rybakina, die ihre Position als eine der Top-Spielerinnen der Welt weiter festigt.