Mannheim stoppt kölns rekordjagd – haie stolpern im spitzenspiel
Köln bleibt stehen. Nach 21 Siegen in Serie schlägt die DEL-Spitze endlich wieder Niederlage – und das ausgerechnet im Schaulaufen gegen die Adler Mannheim. Mit 1:5 kassieren die Haie ihre zweite Pleite seit Dezember, verpassen vor 13.500 Zuschauern in der SAP-Arena die Vorentscheidung um den Punkterekord von 116 Zählern.
Die Adler fliegen vom dritten Rang aus direkt in die Favoritenrolle. Justin Schütz, im Februar noch Köln-Anhänger, trifft doppelt gegen seinen Ex-Klub. „Er kennt jeden Winkel hier“, sagt Trainer Johan Lund afterwards – und meint: „Heute hat er sie alle genutzt.“
15 Sekunden reichen für vorentscheidung
Ryan MacInnis bringt die Haie zum 1:1-Ausgleich (36.), doch Kris Bennett und Schütz schieben den Puck binnen eines Viertelminuts zweimal ins Netz. Die Kurve brüllt, Köln schwankt. Im Schlussdrittel machen Brendan O’Donnell und John Gilmour mit dem 4:1 und 5:1 den Sack zu. Die Haie verlassen das Eis mit hängenden Köpfen – und mit 113 Punkten, drei Zähler vor dem Rekord, aber nur noch drei Spielen Zeit.
In München jubelt derweil der viertplatzierte Red Bull: 4:1 gegen Wolfsburg. Die Tigers halten sich mit einem 5:3 gegen Schwenningen auf Rang zwei, während die Eisbären Berlin nach dem 5:4 in Nürnberg auf Platz sechs klettern – und damit direkt ins Viertelfinale einziehen. Dort fehlt künftig Nationalverteidiger Korbinian Geibel, der sich die Schulter auskugelte und für den Rest der Saison ausfällt.
Köln muss nun am Freitag in Augsburg ran. Die Rekordjagd ist nicht gestorben – nur angekratzt. Aber die Adler haben gezeigt: Die Playoffs beginnen im Kopf, nicht erst im April.
