Mallorca: darder und torre – endlich ein duo, das harmoniert?

Die Fans des FC Mallorca haben es sich lange gefragt: Warum laufen Sergi Darder und Pablo Torre einfach nicht zusammen? Eine Frage, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison gezogen hat. Doch nun scheint ein Lichtblick am Horizont aufzugehen – dank der taktischen Finesse des neuen Trainers Martín Demichelis.

Die anfängliche enttäuschung unter arrasate

Als Pablo Torre im Sommer vom FC Barcelona an die Insel kam, träumte die Anhängerschaft von einer dynamischen Zusammenarbeit im Zentrum des Spielfelds. Die Vorstellung war logisch: Beide Spieler verfügen über außergewöhnliche Qualitäten und ergänzten sich theoretisch perfekt. Samú Costa oder auch Mascarell sollten ihnen dabei den Rücken freihalten, eine Viererkette im Mittelfeld schien ebenfalls denkbar. Doch unter dem damaligen Trainer Jagoba Arrasate kam es einfach nicht zum Durchbruch. In den ersten vier Ligaspielen, in denen beide gemeinsam auf dem Platz standen, konnte Mallorca lediglich einen einzigen Punkt erringen – und das gegen namhafte Gegner wie den FC Barcelona und Real Madrid.

Arrasate schien zu der Überzeugung gelangt zu sein, dass zwei Spielmacher auf dem Platz zu instabil sind, defensiv zu anfällig. Er opferte Torre, der die Saison in besserer Form begonnen hatte, und positionierte Darder stattdessen als Spielmacher – eine Rolle, die zuvor oft von Spielern aus dem eigenen Nachwuchs bekleidet wurde. Auch eine Ausflügelposition auf dem Flügel brachte keine Besserung. Der „Mago de Artà“ wirkte dort sichtlich unwohl. Torre rückte indessen in eine zunehmend untergeordnete Rolle ab.

Demichelis findet den schlüssel

Demichelis findet den schlüssel

Mit der Ankunft von Martín Demichelis änderte sich jedoch alles. Sein erster großer Schachzug: ein Tausch. Darder gegen Torre. Der unangefochtene Stammspieler gegen das vielversprechende Talent. Demichelis erkannte schnell, dass Torre in einer Position brillieren konnte, die ihm bislang verwehrt blieb. Und er sollte Recht behalten. Gegen Osasuna, Espanyol und Elche zeigte Torre eindrucksvolle Leistungen und erzielte sogar zwei Tore. Darder selbst räumte kurz zuvor in einem Interview ein, dass er sich in seiner aktuellen Rolle sichtlich unwohl fühlt und dass die Erwartungen an ihn zu hoch seien. Er gestand, dass er sich nach einer anderen Rolle sehnte, einer, in der er seine Stärken optimal einsetzen kann.

Es ist bezeichnenswert, dass sowohl Aguirre als auch Arrasate Darder stets in der Nähe des Tores oder auf dem linken Flügel positionierten – obwohl er im FC Español seine beste Saison als organisatorischer Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld erlebt hatte. Demichelis schien nun aber genau den richtigen Ton getroffen zu haben. Er ließ Darder als alleinigen Sechser agieren, unterstützt von Morlanes und Samú Costa. Torre übernahm die Rolle des Spielmachers. Die Chemie stimmte – und das Ergebnis war deutlich zu sehen.

Die erste Begegnung mit Real Madrid bot einen Vorgeschmack auf das, was möglich ist. Das Team zeigte eine beeindruckende Leistung und konnte den Titelverteidiger lange Zeit ärgern. Auch wenn das Spiel letztlich verloren ging, war es ein deutlicher Beweis dafür, dass die Kombination aus Darder und Torre das Potenzial hat, das Mittelfeld des FC Mallorca zu dominieren. Nach 21 Spieltagen kehren nun endlich die beiden technisch stärksten Spieler des Teams in die Stammelf zurück. Die Zeit der Experimente ist vorbei – es gilt, das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft zu legen.