Málaga: neues stadion am campus – rosaleda-umbau unwirtschaftlich

Die Entscheidung ist gefallen: Der Málaga CF soll ein neues Heim auf dem Campus der Universität erhalten. Ein umfassendes Gutachten, das von der UTE TYPSA und Fenwick Iribarren erstellt wurde, hat die Pläne für einen Umbau der Rosaleda praktisch ad acta gelegt. Die Stadtverwaltung, die Junta de Andalucía und die Diputación Provincial stehen geschlossen hinter dem Vorhaben, das die Zukunft des Vereins maßgeblich beeinflussen wird.

Kapazitätsengpässe und wirtschaftliche realitäten

Kapazitätsengpässe und wirtschaftliche realitäten

Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass eine Modernisierung der bestehenden Rosaleda lediglich eine Kapazität von rund 43.000 Zuschauern ermöglichen würde. Ein signifikanter Unterschied zu den potenziellen 55.000 Plätzen, die sowohl am Campus als auch in San Cayetano realisierbar wären. Diese Diskrepanz, kombiniert mit einer Reihe von technischen und wirtschaftlichen Nachteilen, machte den Verbleib in Martiricos unattraktiv. Die geringere Erweiterungsmöglichkeit, Design- und Funktionsbeschränkungen, ein geringeres Anreizpotenzial für private Investoren und höhere Baukosten spielten eine entscheidende Rolle.

„Die Zahlen sprechen für sich“, erklärte Bürgermeister Francisco de la Torre bei der Pressekonferenz im Patio de Banderas des Rathauses. „Ein Neubau am Campus bietet langfristig deutlich mehr Vorteile, sowohl für den Verein als auch für die Stadt.“ Der Koordinator für Infrastrukturprojekte, Juan Antonio Alba, ergänzte: „Die Lage in Martiricos ist durch die bestehende Bebauung stark eingeschränkt. Am Campus erhalten wir maximale Flexibilität bei der Gestaltung und können die Anforderungen eines modernen Fußballstadions vollumfänglich erfüllen.“

Es ist aber nicht nur die Kapazität, die für die Entscheidung ausschlaggebend war. Auch die Parkplatzsituation und die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz sind am Campus deutlich besser als in Martiricos. Cristóbal Ortega, Vizepräsident der Diputación Provincial, betonte: „Wir müssen die Zukunft des Vereins im Blick behalten. Ein modernes Stadion ist nicht nur ein sportliches Aushängeschild, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region.“

Die Delegierte der Junta de Andalucía, Patricia Navarro, fügte hinzu, dass die regionale Regierung die Entscheidung der anderen Verwaltungen voll unterstützt und bereitsteht, das Projekt finanziell zu fördern. „Wir sehen in diesem Neubau eine Chance, die sportliche und wirtschaftliche Entwicklung Malagas weiter voranzutreiben“, so Navarro.

Die nächsten Schritte umfassen die detaillierte Planung des neuen Stadions, die Einholung der erforderlichen Baugenehmigungen und die Suche nach privaten Investoren. Man rechnet damit, dass der Bau in den nächsten zwei bis drei Jahren beginnen kann. Es bleibt abzuwarten, ob die ambitionierten Pläne Realität werden, aber die Weichen für eine neue Ära des Málaga CF sind nun gestellt.

n ,n