Makkabi frankfurt: endlich ein zuhause für den sportverein!

Ein Traum wird wahr: Nach Jahrzehnten der Zerrissenheit erhält der Makkabi Frankfurt endlich ein eigenes, modernes Vereinsgelände. Der neue Makkabi-Campus, ein Projekt im Wert von 21 Millionen Euro, verspricht nicht nur bessere Trainingsbedingungen, sondern auch eine neue Heimat für die rund 6.000 Mitglieder des Vereins.

Ein steiniger weg zur eigenen bleibe

Die Geschichte von Makkabi Frankfurt ist geprägt von Improvisation. Über Jahrzehnte hinweg mussten die Sportler auf verschiedene, teils weit voneinander entfernte Sportstätten ausweichen. Fußball, Basketball, Tennis – jede Abteilung hatte ihren eigenen Platz, was sowohl für die Mitglieder als auch für den Verein eine logistische Herausforderung darstellte. Dieser Zustand endete nun mit der Fertigstellung des Makkabi-Campus.

„Ich habe Gänsehaut“, gestand Alon Meyer, Präsident von Makkabi Deutschland, bei einem Vorabetest des neuen Kunstrasenplatzes. Die Freude der jungen Fußballer war kaum zu überbieten. „Boah, krass!“, war nur eines der begeisterten Rufe, die durch die Luft flogen. Der Duft frischer Farbe liegt in der Luft, alles glänzt – ein deutliches Zeichen für den Neubeginn.

23.000 Quadratmeter sportfläche und mehr

23.000 Quadratmeter sportfläche und mehr

Der Makkabi-Campus erstreckt sich über beeindruckende 23.000 Quadratmeter und bietet modernste Einrichtungen. Neben einem Kunstrasenplatz, der bereits vor der offiziellen Eröffnung getestet wurde, beherbergt das Gelände eine Halle, Umkleideräume, Kursräume und sogar eine Parcour-Halle. Videokameras ermöglichen die Live-Übertragung von Spielen, was das Zuschauererlebnis für Spieler und Fans gleichermaßen verbessern wird.

Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherheit gelegt, was angesichts der jüdischen Ausrichtung des Vereins von besonderer Bedeutung ist. Trotzdem betonte Präsident Meyer, dass die Mehrheit der Mitglieder nichtjüdisch sei und der Verein sich aktiv für Demokratieförderung einsetze. „Es gibt so viel mehr, was uns verbindet“, so Meyer.

Ein architektonisches statement

Ein architektonisches statement

Die Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro „Albert Speer und Partner“ war dabei kein Zufall. Die Wahl des Büros, dessen Träger ein Nachfahre des Architekten Albert Speer ist, soll ein Zeichen der Versöhnung und des Zusammenhalts setzen. Friedberd Greif, Geschäftsführer des Architekturbüros, betonte die besondere Bedeutung dieses Projekts: „Es ist etwas Besonderes, dass ein solch bedeutender Verein und ein solches Büro gemeinsam etwas schaffen können.“

Die kosten und die finanzierung

Die kosten und die finanzierung

Die stolzen 21 Millionen Euro für den Bau des Campus wurden aus verschiedenen Quellen finanziert. Die Hälfte der Kosten trägt der Verein selbst und wurde durch großzügige Spenden aufgebracht. Die andere Hälfte stammt aus öffentlichen Mitteln zur Sportförderung der Stadt Frankfurt. Diese Unterstützung unterstreicht die Bedeutung von Makkabi für die Stadtgesellschaft.

Der offizielle Eröffnungstag am kommenden Sonntag verspricht ein Fest für den gesamten Verein und die Frankfurter Sportgemeinschaft zu werden. Mit dem neuen Campus hat Makkabi Frankfurt nicht nur ein sportliches Zentrum, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhalts geschaffen. Die neue Heimat ist bereit – und die Sportler können es kaum erwarten, sie zu bewohnen.